Willst du wirklich nicht mitkommen? Ich würde mich echt freuen!“ „Ja und Zoe und Joker würden sich erst freuen!“, antwortete Simon sarkastisch und Leylie sah ihn enttäuscht an. „Na gut, also dann treffen wir uns nächste Woche hier unten am See! Bis hierhin wird mich Saira hoffentlich alleine gehen lassen!“, sagte sie grinsend und Simon zuckte mit den Schultern. „Ich kann sie schon verstehen, ich fand es ja auch bedenklich, dass du jedes Mal ganz alleine zu mir geskatet bist. Obwohl ich mich über deine Besuche immer gefreut habe. Aber jetzt komm ich dich halt immer besuchen!“, sagte er und Leylie umarmte ihn grinsend. „Na dann bis nächste Woche – ich geh mir jetzt mal meinen Anschiss von Saira abholen!“ Nachdem Leylie durch den Hintereingang ins Internat gekommen war, führte sie ihr erster Weg zu ihrer Schwester. „Na wie war dein Ausflug?“, fragte diese spitz und Leylie sah sie schuldbewusst an. „Ist ja gut, ich weiß dass das ne blöde Aktion von mir war. Aber ich wollte Simon helfen, verstehst du? Er hat doch sonst niemanden – du müsstest mich doch verstehen, sonst bist du doch immer diejenige mit dem Helfer-Syndrom von uns beiden!“ „Ja aber ich würde dir davon erzählen oder dich sogar bitte mir dabei zu helfen, weil ich bisher eigentlich dachte dass wir uns vertrauen können. Aber scheinbar denkst du ja ich würde dich sofort verpetzen, ansonsten hätte ich ja wohl davon gewusst!“, entgegnete Saira und Leylie erkannte jetzt erst, wie sehr sie ihre Schwester eigentlich verletzt hatte. „Es tut mir wirklich Leid Saira, ich vertraue dir. Aber ich weiß auch dass du mich so sehr liebst, dass du wahrscheinlich aus Sorge mit Phönix oder Joker gesprochen hättest… Simon hat es im Moment wirklich nicht leicht… die Sache mit Zoe und Joker nimmt ihn immer noch total mit, dabei ist das schon so lange her!“, erklärte Leylie. „Du magst ihn sehr oder?“ „Ich finde es einfach ungerecht wie ihn alle hier behandeln. Eigentlich ist er das Opfer, aber jetzt schlägt sich auf die Seite von Joker. Und wir verstehen uns halt ganz gut… und ja ich mag ihn auch. Vielleicht auch ein bisschen mehr als das!“, gab Leylie zu. „Ich weiß dass du das jetzt sicher nicht hören willst, aber kann es sein, dass er dich nur ausnutzt?“, fragte Saira vorsichtig. „Nein, das glaube ich wirklich nicht – aber ich werde jetzt nicht mehr alleine zu ihm fahren. Wir treffen uns jetzt immer unten am See. Dann brauchst Du dir keine Sorgen mehr um mich machen!“, versicherte Leylie ihrer Schwester. „Na gut, aber du musst mir versprechen mir zukünftig von solchen Sachen zu erzählen. Ich habe das Gefühl seitdem wir hier sind, entfernen wir uns immer weiter voneinander!“, sagte Saira traurig und Leylie umarmte ihre Zwillings-Schwester. „Ich verspreche es dir hoch und heilig – und wir werden ab sofort wieder viel mehr Zeit miteinander verbringen!“

 

Guten Morgen, habt ihr uns noch etwas übrig gelassen?“, fragte Zoe als sie zusammen mit Joker und Luca zum Frühstück kam. „Ein paar Krümel sind schon noch übrig!“, antwortete Phönix, der gerade dabei war sich um den Abwasch zu kümmern, doch zum Frühstücken sollte Zoe erstmal nicht kommen: „Mama, ich muss Pipi!“ „Ich bring dir was mit hoch!“, rief Joker seiner Freundin hinterher, nachdem diese mit Luca auf dem Arm blitzschnell zur Toilette geeilt war um ein größeres Unglück zu vermeiden. „Und wie läufts mit der kleinen Lily?“, fragte Joker, nachdem er es sich gemütlich gemacht hatte. „Was soll da überhaupt laufen?“, fragte Phönix und Joker sah ihn skeptisch an. „Ach komm, bei Hannah fällt es vielleicht nicht auf, weil sie eh ständig gut drauf ist, aber dir ist es eher ungewöhnlich, wenn du plötzlich den ganzen Tag gut drauf bist!“ „Ich bin eben ein fröhlicher Mensch!“, antwortete Phönix nur und Joker verdrehte die Augen. „Ich würde dir sofort erzählen, wenn ich eine Affäre hätte!“ „Man kann ja auch nur eine Affäre haben, wenn man eine Freundin hat. Ich hab aber keine, weder Freundin noch Affäre, also brauch ich dir auch nichts zu erzählen!“, entgegnete Phönix grinsend. „Ok, ich verstehe schon. Memo an mich selbst ‚Phönix nie von meiner Affäre erzählen!“, murmelte Joker und Phönix zuckte nur mit den Schultern. „Solltest Du auch nicht, sonst würde ich dir den Kopf abreißen, schließlich hast du mir wochenlang die Ohren wegen Zoe vollgeheult. Jetzt hast du sie, also sei glücklich und zufrieden!“ „Ich bin glücklich und zufrieden und da ja scheinbar auch, sonst hättest du nicht die ganze Zeit so ein dämliches Grinsen im Gesicht!“ „Wie gesagt, ich bin eben ein fröhlicher Mensch!“, wiederholte sich Phönix noch einmal und ließ Joker grübelnd zurück.

 

Guten Morgen Zoe, magst du mit mir ein bisschen spazieren gehen? Ich muss dir unbedingt etwas erzählen!“, fragte Alex ihre Freundin und hatte damit natürlich sofort Zoes Neugierde geweckt. „Oh na klar – ich sag Joker nur Bescheid, dass er auf Luca aufpasst. Dann kann es losgehen! Um was geht es denn? Gib mir nur ein Stichwort?“, sagte Zoe gespannt. „Baby!“, antwortete Alex und grinste über das ganze Gesicht. „Alles klar, ich beeile mich!“ „Also los jetzt erzähl schon, ich platze gleich vor Spannung? Hast du etwa nochmal mit Justin gesprochen?“ , fragte Zoe wenig später. „Nein, das habe ich inzwischen aufgebeben. Schau mal her!“, antwortete ihre Freundin und kramte in ihrer Handtasche, bevor sie Zoe ein Bild zeigte. „Ähm… wer ist das? Das ist doch bei euch im Waisenhaus, oder?“, fragte sie erstaunt. „Ja, das ist Pi – sie ist erst 6 Wochen alt, ihre Mum ist kurz nach der Geburt leider verstorben. Und ich werde sie adoptieren!“, erzählte Alex aufgeregt. „Du wirst sie adoptieren? Wow – ähm… sagt man da herzlichen Glückwunsch? Das ist ganz schön überraschend… was sagt den Justin dazu?“ „Naja, ich sagte ja ich adoptiere sie, nicht wir…er weiß noch nichts davon. Aber er hat sich ja bislang auch nicht für meinen Kinderwunsch interessiert!“ „Das ist nicht dein Ernst? Du kannst doch so eine Entscheidung nicht einfach alleine treffen? Ist dir bewusst, dass du eure Beziehung dadurch aufs Spiel setzt?“, fragte Zoe schockiert. „Zoe – ich wünsche mir ein Kind und Justin will mir diesen Wunsch nicht erfüllen. Also erfülle ich ihn mir selbst und wenn er mich wirklich liebt, dann akzeptiert er das auch!“ „Ja aber du kannst ihn doch nicht vor vollendete Tatsachen stellen, du musst doch zumindest mit ihm reden… ich bin wirklich schockiert Alex!“ „Eigentlich dachte ich ja du würdest dich mit mir freuen, schließlich bist du selbst Mutter und was für ein wunderbares Gefühl das ist. Aber scheinbar bist du ja derselben Meinung wie Justin!“, antwortete Alex enttäuscht und Zoe schüttelte nur noch den Kopf. „Ich habe doch gar keinen Einwand gegen die Adoption aber um Himmels Willen, rede doch vorher mit Justin!“ „Es ist eh schon zu spät, ich hab mir dem Waisenhaus bereits alles vereinbart. In vier Wochen kann ich sie abholen. Vielleicht hast du dich ja bis dahin von deinem Schock erholt und kannst dich dann für mich freuen!“, antwortete Alex kalt. „Achja, ich wäre dir dankbar wenn du es nicht weitererzählst. Schließlich ist das meine Sache!“

 

Na du gibst heute ja Gas – Frustsaufen? Läuft wohl nicht so mit Hannah, was?“, fragte Joker, als er mit Phönix, Jamie und Chris wieder mal einen ihrer Männerabende im Rektor-Zimmer abhielten. „Lass mich doch endlich mal damit in Ruhe Joker. Schon mal drauf gekommen, dass ich tatsächlich nichts mit Hannah habe, wenn ich es dir schon gefühlte 1.000 Mal gesagt habe?“ „Du vielleicht nicht, aber ich hab andere Informationsquellen – wie du sicherlich weißt, redet Hannah sehr gerne und sehr viel, und Noemi auch – du hast doch wohl nicht ernsthaft geglaubt die kleine Lily hält dicht, oder?“, fragte Joker triumphierend. „Ich hätte es wohl besser wissen müssen – so ein Miststück. Wir haben gesagt wir erzählen niemandem davon!“, sagte Phönix wütend, worauf Joker in schallendes Gelächter ausbrach: „Es tut mir Leid – Noemi hat mir gar nichts davon erzählt. Aber ich wusste dass du darauf einsteigen würdest. Sorry, aber du hättest es auch einfacher haben können, wenn du mir gleich davon erzählt hättest!“ „Na dann bist du ja jetzt zufrieden – an alle anwesenden, ich wäre sehr verbunden, wenn diese Information unter uns bleiben würde!“, sagte Phönix und Chris grübelte: „Wie schafft man es hier im Tribe, dass so etwas geheim bleibt? Bei Bonny und mir weiß immer sofort jeder Bescheid. Vielleicht sollte ich mich nicht immer so ins Zeug legen, dann bräuchte sie nicht so laut zu stöhnen!“, scherzte Chris und Jamie verzog sein Gesicht. „Chris, vergiss bitte nicht – ich bin ihr Bruder…ich will so etwas über meine Schwester eigentlich gar nicht hören!“ „Tut mir Leid – war doch nur ein Scherz! Ich reiß mich zusammen – kommt wir trinken noch ne Runde!“ „Und du und Hannah ihr habt so viel Schiss vor Lily, dass ihr euch heimlich trefft?“, fragte Jamie. „Keinen Schiss, sie geht mir nur tierisch auf den Sack – dabei ist das mit Hannah alles völlig jugendfrei. Wir verstehen uns einfach gut!“ „Die kleine Lily und jugendfrei? Ich weiß ja nicht…!“ „Sie hat sehr viele Interessen, außerdem ist sie witzig und hat viele positive Charaktereigenschaften!“, versuchte Phönix zu erklären und musste dabei schon selbst lachen „Ja natürlich, so positive Eigenschaften wie Kleidergröße 34, Körbchen Größe C und einen Knackarsch!“, ergänzte Chris und prostete Phönix lachend zu. Nachdem die Jungs noch einiges gebechert hatten und sich wieder mal ausführlich über ihr Lieblingsthema „Frauen“ ausgelassen hatten, verabschiedeten sich Joker und Phönix. „Los komm Jamie, einer geht noch – irgendwie sind wir ja fast so etwas wie verwandt, darauf sollten wir wirklich anstoßen!“, lallte Chris und Jamie lachte: „Fast so etwas wie verwand trifft es ganz gut – sag mal was ist das eigentlich zwischen dir und meiner Schwester – wenns geht bitte ohne allzu tiefgehende Details?“, fragte Jamie und Chris wusste scheinbar selbst nicht wie er diese Frage genau beantworten sollte. „Weißt du, es ist so – Bonny ist super… ehrlich, sie hat nen tollen Charakter, nebenbei ist sie echt scharf und wie sie das mit den Babys hinkriegt, ist einfach nur der Wahnsinn!“ „Aber?“ „Aber da ich ein verantwortungsbewusster Vater bin, weiß ich dass es falsch ist was Festes mit ihr anzufangen. Und das sag ich nicht wegen Bonny, aber ich kenne ja mich … und ich bin mir 100%ig sicher, dass ich es in nicht allzu ferner Zukunft gründlich versauen würde!“ „Na, aber man weiß doch nie wie eine Beziehung mal ausgeht…!“ „Aber Bonny und ich haben Kinder, verstehst du Mann? Wäre es anders würde ich sagen, ja klar, wir probierens… und wenns nicht klappt, scheiß drauf. Aber da ich ja ein verantwortungsbewusster Vater bin, weiß ich dass das alles nur den zwei kleinen Hosenscheißern schaden würde. Also bleibt alles so wie es jetzt ist!“ „Auf ne verkorkste Art und Weise hast du da echt Recht. Aber es kann doch auch gut gehen!“ „Na du kommst doch bei Leo auch nicht in die Hufe!“, konterte Chris lachend und Jamie musste sich geschlagen geben: „Sie ist ja auch Bonnys beste Freundin und ich glaube meine Schwester wäre nicht so begeistert, wenn ich mit ihr anbandeln würde! “ „Kann ich überhaupt nicht verstehen – du mischt dich doch bei ihr auch nicht ein. Du bist echt ein cooler Bruder – ich hatte am Anfang echt Schiss dass du mir erst mal pauschal eine reinhaust, wenn du erfährst dass ich der Papa der Babys bin!“ „Und was hätte das geändert? Passt schon so wie es ist – und ich bin trotzdem der Meinung dass du es mit Bonny versuchen solltest! Also meinen Segen hast du!“

 

Joker, ich muss dir unbedingt etwas erzählen!“, platzte es aus Zoe heraus, als sie und Joker ein paar Tage später mit Luca am Ufer des Sees saßen. „Aber du musst mir versprechen es nicht weiterzusagen!“ „Ok… was ist denn los?“, fragte Joker und sah Zoe besorgt an. „Es geht nicht um mich keine Angst. Es geht um Alex. Ich glaube sie baut gerade totalen Mist und sie lässt sich nicht umstimmen!“ „Alex? Unsere Alex?“ „Ja unsere Alex… sie will ein Kind adoptieren Joker – und zwar schon in ein paar Wochen, aber Justin weiß noch gar nichts davon und sie will ihm auch nichts sagen!“ „Warum will sie ihm nichts sagen? Sie kann sich doch nicht einfach ein Kind besorgen ohne ihrem Freund davon zu erzählen!“ „Ja das habe ich ihr auch gesagt, aber sie ist total stur… das ist doch irre! Ich weiß echt nicht was ich machen soll! Ich hab ihr versprochen niemandem davon zu erzählen!“ „Na das hast du ja jetzt eh schon gebrochen. Zoe wir müssen Justin davon erzählen. Wir können ihn doch nicht mit 200 Sachen gegen die Wand fahren lassen!“ „Nein auf keinen Fall – ich werde versuchen Alex davon zu überzeugen dass sie mit ihm reden muss! Bitte sag Justin nichts davon!“, flehte Zoe ihren Freund an. „Wenn Alex es ihm bis Freitag nicht sagt, dann rede ich mit Justin – sorry, aber das was Alex da abzieht geht gar nicht. Soll ich vielleicht mal mit ihr reden?“, fragte Joker, doch Zoe lehnte ab. „Nein nein, ich versuche sie nochmal zur Vernunft zu bringen… sie ist total besessen von der Baby-Sache. Ich kann gar nicht verstehen, dass sie dafür ihre Beziehung so aufs Spiel setzt…Justin tut mir jetzt schon Leid. Er wird aus allen Wolken fallen, wenn sie ihm davon erzählt! Ich hoffe ihre Beziehung übersteht das Ganze – ich habe da ja so meine Zweifel!“ „Das ist wirklich heftig – du musst mir echt versprechen dass du so etwas nie mit mir machst – egal was es ist, aber versprich mir bitte immer ehrlich zu mir zu sein!“, sagte Joker und Zoe sah ihn verwundert an: „Natürlich bin ich das – was denkst du denn von mir!“ „Das war doch jetzt gar nicht böse gemeint, ich meinte ja nur!“, versuchte Joker seine Freundin zu beschwichtigen, doch Zoe schien ziemlich zornig zu sein. „Ich werde jetzt nach Luca sehen!“, antwortete sie knapp und ging im Stechschritt zu ihrem Sohn.

 

Während die Starlights den Sommer genossen, kämpfte Rya immer noch mit ihrer Schwangerschaft. Sie hatte inzwischen akzeptiert, dass es inzwischen bereits zu spät für einen Abbruch war. Nach langem Überlegen hatte sie nun endlich einen Entschluss gefasst: Sie würde sich den Nomaden stellen – sie konnte nicht ewig von ihnen davon laufen. Also sie vor dem Hauptquartier der Nomaden stand, raste ihr Herz. Das Hauptquartier mitten in der Stadt ließ niemanden ahnen, dass der Tribe auf dem Land dutzende Jugendliche zur Arbeit zwang. Ganz im Gegenteil in der Stadt waren die Nomaden als Tribe sogar hoch angesehen. Angewidert schüttelte Rya den Kopf – am liebsten wäre sie losgezogen um diese Machenschaften aufzudecken, doch bevor ihr Bruder nicht in Sicherheit war, wollte sie kein Risiko eingehen. Sie blieb noch eine Weile stehen, bis sie sich endlich überwinden konnte auf das Gebäude zuzugehen. Nachdem sie geklingelt hatte, dauerte es nicht lange und ein junges Mädchen begrüßte sie mit einem strahlenden Lächeln – die Show der Nomaden war wirklich perfekt. „Hallo, ich bin Rya und ich möchte gerne mit Wayne sprechen!“, sagte Rya und scheinbar schien es bei der jungen Dame sofort zu klingeln, als sie ihren Namen nannte. „Na dann kannst Du mir gleich folgen – er freut sich sicherlich dich zu sehen!“, antwortete sie ernst und jegliche Freundlichkeit war auf der Stelle verflogen. „Da bin ich mir absolut sicher!“, antwortete Rya. Nachdem sie in einen kleinen Vorraum geführt worden war, lief sie nun nervös auf und ab. Wahrscheinlich machte Zenna Wayne gerade mal wieder eine Szene und es dauerte deshalb so lange, bis er endlich erschien oder er ließ sie absichtlich zappeln. „Du kannst mitkommen, er hat jetzt Zeit für dich!“ Gespannt folgte Rya dem Mädchen bis sie in Waynes Büro ankamen – hier war natürlich alles nur vom exklusivsten. „Du hast dir ja ganz schön Zeit gelassen für deinen Besuch -eigentlich dachte ich du kommst schon eher auf ein Pläuschchen vorbei!“, sagte er herablassen und Rya versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben: „Ach weißt du ich war gerade in der Nähe, da dachte ich komme einfach mal vorbei!“ „Na dann setz dich doch – wie geht es denn deinem neuen Freund?“, fragte er und Rya musterte ihn skeptisch – wusste er wirklich noch nichts von ihrer Trennung? „Deine Informanten haben aber auch schonmal besser gearbeitet. Weißt du noch nicht dass ich dahinter gekommen bin, dass er einer deiner Spitzel ist? Wahrscheinlich ist er gerade verzweifelt auf der Suche nach mir weil ihm der Arsch so gründlich auf Grundeis geht, dass du es herausfinden könntest!“ „Hätte mir eigentlich klar sein müssen, dass der Typ sogar zu doof ist auf dich ein Auge zu haben!“, sagte Wayne verbittert und Rya triumphierte innerlich. Sie kannte Wayne gut genug um zu wissen, dass er kurz davor war aus der Haut zu fahren. „Naja, ich bin sicher du willst nichts über unser Liebesleben erfahren, deshalb können wir ja jetzt über den Grund sprechen warum ich hier bin – ich schlage dir einen Deal vor!“ „Du schlägst mir einen Deal vor?“, fragte Wayne und begann dann lauthals zu lachen. „Was kannst Du mir denn bitte bieten?“ „Ganz einfach: mich! Ich bleibe hier, wenn du meinen Bruder und ein Mitglied meines Tribes freilässt – und ich sage dir wo du Radan finden wirst!“ „Mh… kein schlechtes Angebot… nur wieso sollte es mich interessieren wo Radan herumlungert?“ „Weil er der Vater meines Babys ist!“, antwortete Rya und Wayne schien für einen Moment das Gesicht einzuschlafen. „Also wie ich sehe scheint mein Angebot für dich durchaus interessant zu sein!“

 

Ach du bist es!“, sagte Phönix erleichtert, nachdem er die Tür geöffnet hatte. „Hannah, du kannst rauskommen, ich weiß Bescheid!“, sagte Joker emotionslos und setzte sich auf die kleine Eckcouch. „Na dann – hallo!“, sagte Hanna grinsend, nachdem sie aus einer Ecke hinter Phönixs Kleiderschrank geschlüpft war. „Du solltest keinen roten Lippenstift benutzen, das ist ein wenig auffällig!“, fügte Joker noch hinzu und gab Phönix zu verstehen, dass Hannah damit wohl Spuren an ihm hinterlassen hatte. „Oh und ich dachte der ist Kussecht!“, sagte Hannah schmollend. „Sag mal ist alles in Ordnung mit dir?“, fragte Phönix seinen Kumpel, der verdächtig ernst war, und als Joker antworten wollte schien er mit den Tränen zu kämpfen. „Ich glaube ich störe hier nur, ich komm später nochmal vorbei!“, sagte Hannah rücksichtsvoll und sah kurz vor Verlassen des Zimmers noch einmal nach links und rechts bevor sie schließlich über den Gang huschte. „Was ist denn los? Ist irgendetwas mit Luca?“, fragte Phönix und setzte sich neben Joker. „Zoe hat mit mir Schluss gemacht!“, sagte Joker und konnte seine Tränen nicht mehr zurück halten. „Sie hat was? Aber ihr hattet doch keine Probleme…. Ich dachte zwischen euch läuft es super!“, antwortete Phönix völlig überrascht. „Keine Ahnung, scheinbar war sie nicht der Meinung…. Sie meinte sie liebt mich nicht mehr genug… das ist echt scheiße Mann….!“ „Das tut mir ehrlich Leid – ich weiß gar nicht was ich sagen soll!“ „Schon gut, ich weiß ja selbst nicht was ich dazu sagen soll… wir müssen doch oben bei den Zwingern eine Wand einreißen oder? Ich glaub ich muss jetzt irgendwas kaputt machen um mich abzureagieren!“ Als Joker und Phönix die Zwinger erreicht hatten – glücklicherweise ohne Zoe über den Weg zu laufen, mussten sie feststellen, dass bereits vor ihnen jemand die Idee der Aggressions-Therapie hatte. „Wo ist die Wand hin?“, fragte Joker enttäuscht. „Sorry hätte ich dir was übrig lassen sollen?“, fragte Justin, dem es augenscheinlich ebenfalls absolut beschissen ging. „Hat dir Alex etwa von ihren Plänen erzählt?“, fragte Joker und Justin nickte nur. „Vielleicht sollten wir einfach in die Stadt gehen und uns irgendne Kneipe suchen in der wir für den Rest des Tages versumpfen können?“, schlug Phönix vor. „Gute Idee!“, antworteten Justin und Joker wie aus einem Mund. Am nächsten Morgen tauchte Joker ziemlich verkatert bei Zoe auf. „Guten Morgen, du bist bestimmt wegen Luca hier, oder?“, fragte sie verlegen. „Na wegen dir werde ich wohl kaum hier sein!“ „Ja das habe ich mir gedacht – ich hab ihn schon angezogen, er spielt gerade. Wir sollten uns vielleicht unterhalten, wie wir mit der ganzen Sache umgehen wollen, gerade wegen Luca. Wir müssen irgendwie versuchen damit zu Recht zu kommen!“, sagte Zoe und Joker sah sie genervt an. „Vielleicht lässt du mir auch einfach mal ein paar Tage Zeit um sauer auf dich zu sein, ok? Ich werd mit Justin und Phönix ne Woche oder so weggehen. Alex hat Justin nämlich von ihrer bescheuerten Adoption erzählt hat und deshalb ist bei den beiden jetzt auch Schluss. Scheint wohl jetzt im Trend zu sein langjährige Beziehungen einfach so in die Tonne zu treten!“ „Einfach so? Alles klar – es ist wohl wirklich besser wenn wir uns einfach mal ein paar Tage nicht sehen. Ich kümmere mich um Luca. Ich kann dir nur sagen, dass es mir Leid tut, aber an meinen Gefühlen kann ich ja wohl schlecht etwas ändern, glaubst du wirklich es ist mir leicht gefallen? Hätte ich dir vielleicht etwas vormachen sollen?“ „Ich hab gerade echt keinen Bock darüber zu reden Zoe. Ich wollte mich nur kurz von Luca verabschieden, wir ziehen dann nämlich gleich los!“

 

Hey was habt ihr denn vor, macht ihr nen Ausflug?“, fragte Kjell als er Joker, Justin und Phönix kurz vor ihrer „Reise“ sah. „Ja so kann man es auch nennen – eigentlich wollen wir aber nur unseren Frust in Alkohol ertränken!“, erklärte Justin und Kjell begann zu grinsen: „Ich bin euer Mann – wartet noch kurz – ich schmeiß schnell ein paar Sachen in meine Tasche und komm mit! Wie lange bleibt ihr?“ „Na WIR haben geplant ne Woche zu bleiben!“, antwortete Joker und legte die Betonung dabei auf ‚Wir‘, was Kjell allerdings gekonnt ignorierte. „Könnte eng werden mit den Schlüppern, aber das krieg ich schon hin! Ich bin gleich wieder da!“, rief er und stürmte die Treppe nach oben. „Ach kommt, seid nicht so – er versucht halt sich hier einzuleben. Außerdem kann es nichts schaden, wenn er dabei ist, nicht dass ihr noch total in euren Depressionen versinkt!“, sagte Phönix als er Justin und Jokers „begeisterte“ Blicke sah. „Ach wieso sollten wir auch – schließlich haben unsere Freundinnen uns in den Wind geschossen!“

Hey Fräulein, wo willst Du denn hin?“, fragte Lily ihre Schwester als diese gerade den Griff der Haustür in die Hand genommen hatte. „Ähm… Noemi und ich haben gedacht wir machen ein bisschen Urlaub!“, antwortete Hannah grinsend. „Ihr macht Urlaub? Komischerweise gerade jetzt wo Phönix auch Urlaub macht?“, fragte Lily skeptisch nach und Hannah zuckte nur mit den Schultern: „Reiner Zufall – außerdem gibt es ja auch verschiedene Hotels in der Stadt!“ „Ach komm Hannah das bringt doch nichts. Dann sag ichs jetzt halt!“, unterbrach Noemi sie und Hannah sah ihre Freundin fragend an. „Ich hab was mit Kjell und deshalb wollte ich ins selbe Hotel wie die Jungs. Und Hannah begleitet mich eben, weil wir ja nicht alleine raus dürfen. Ich wollte es nur einfach nicht an die große Glocke hängen!“, erklärte Noemi und sah beschämt auf den Boden. „Oh, das wusste ich tatsächlich nicht - du und Kjell? Wow,,, naja, wo die Liebe hinfällt!“, antwortete Lily ein wenig verdutzt. „Oh und sie ist gewaltig gefallen – Noemi hat nur noch von ihm geredet und bevor sie mich wahnsinnig macht, machen wir uns jetzt auf den Weg dorthin. Frisch verliebte Personen sind wirklich furchtbar!“, erklärte Hannah und umarmte ihre Schwester. „Sorry, ich wusste halt dass deine erste Vermutung ist, dass ich Phönix hinterher stalke. Und da Noemi noch nicht wollte dass sofort jeder von ihr und Kjell weiß haben wir versucht uns still und heimlich aus dem Staub zu machen!“ „Naja, dann gute Reise ihr zwei – und ich werde den anderen nichts sagen Noemi – keine Sorge!“, versicherte Lily ihr und Noemi nickte ihr dankbar zu. Nachdem die beiden das Internat endlich verlassen konnten, liefen sie noch ein paar Schritte und brachen dann in wildes Gekicher aus: „Oh mein Gott, sie hat uns das wirklich abgekauft – du bist wirklich ne wahnsinnig gute Schauspielerin – ich hab es dir ja beinahe schon selbst geglaubt!“, lachte Hannah und Noemi zuckte nur mit den Schultern: „Tja, die Theatergruppe in der Schule hat sich wohl bezahlt gemacht. Jetzt müssen wir nur noch Kjell einweihen, ich hoffe er hat nur annähernd so viel Schauspieltalent wie ich!“

 

Ich bin jetzt schon drei Tage hier – wann bringt ihr endlich meinen Bruder?“, fragte Rya energisch, doch anstatt ihr zu antworten, lächelte Wayne sie nur argwöhnisch an. „Spar dir dein dämliches Grinsen – ich bin schwanger von nem absoluten Vollidioten, hab mich heute morgen schon dreimal übergeben und meine Stimmung ist nicht gerade die beste – die Show die du hier abziehst ist ja ganz nett, aber geht mir gerade echt sonstwo vorbei!“, entgegnete Rya missmutig. „Gut gebrüllt Löwe!“, entgegnete Wayna und legte die Beine auf seinen Schreibtisch. „Allerdings kann ich wirklich nichts dafür, dass dein Bruder noch nicht da ist. Er ist ja schließlich nicht der einzige, der für uns arbeitet. Und eine Personalliste führen wir hier aus Sicherheitsgründen nicht!“ „Na ich nehme an du hast Tarlo in das dunkelste Loch geworden, dass du nur finden konntest. Vielleicht sollten deine Untertanen dort mal nachsehen!“ „Sie werden ihn schon noch finden – und die kleine Grufti-Schlampe wird ja wohl auch nicht verschollen sein. Bevor ich die beiden gehen lasse, werde ich mich allerdings noch einmal mit ihnen unterhalten – nicht dass sie noch herum erzählen wie gut es ihnen bei uns gefallen hat. Nicht dass wir sonst einen akuten Ansturm an Tribe-Mitgliedern haben!“, antwortete Wayne sarkastisch. Oh Zennibaby, gibt es schon etwas Neues?“ „Ja wir haben sie endlich gefunden – und du bist wirklich sicher dass du sie behalten willst?“, fragte Zenna ihren Freund und sah Rya dabei angewidert an. „Süße, ich hab dir schonmal gesagt du brauchst nicht eifersüchtig zu sein!“ „Bin ich nicht – auf was denn? Auf das kleine, dicke, schwangere Mädchen? Wohl kaum! Die zwei Arbeiter sind im Erdgeschoss und machen sich gerade bereit fürs Auschecken!“ „Dann werd ich mich wohl im Namen des Tribes von den beiden verabschieden – noch ein wenig Geduld Rya!“, sagte Wayne und folgte seiner Freundin. Nachdem Wayne und Zenna sie noch eine Weile hatten zappeln lassen, wurde sie endlich zu ihrem Bruder gelassen. Sie versuchte so gefasst wie möglich zu wirken, doch als sie ihn sah, schlug sie vor Entsetzen die Hände vor den Mund. „Oh mein Gott Tarlo!“, flüsterte sie und umarmte ihren Bruder, den sie beinahe nicht wieder erkannt hatte. „Warum machst du das- du hättest nicht herkommen sollen – was hast du dir denn dabei gedacht?“, fragte er mit schwacher Stimme und musste anschließend heftig husten. „Ich bin wegen dir hier - Wayne wird mir nichts tun Tarlo – Gott du siehst furchtbar aus!“, antwortete Rya und nahm das eingefallene Gesicht ihres Bruders in ihre Hände. „Mir geht’s gut!“, erwiderte dieser und versuchte krampfhaft zu Lächeln. „So genug gelabert, ein Familientreffen beinhaltet unsere Vereinbarung nicht. Ihr zwei könnt verschwinden. Aber vergesst nicht was ich euch gesagt habe!“, rief Wayne Tarlo und Aereen noch einmal ins Gedächtnis. Und erst jetzt fiel Rya auch Aereen auf die einfach nur ins leere starrte. „Ich hol dich hier wieder raus!“, flüsterte Tarlo seiner Schwester, als die beiden sich zum Abschied umarmten. „Aereen… Aereen, bringst du ihn bitte zu den Starlights?“, fragte Rya traurig, doch anstatt einer Antwort erhielt sie von Aereen nur ein abwesendes Nicken…

 

Hey Leo, was machst du denn hier?“, fragte Jamie der gerade über diversen Kochbüchern saß. „Na wir haben heute zusammen Kochdienst. Hat Joker dir nichts gesagt? Er hat mit mir getauscht – allerdings hatte ich die Hoffnung, dass mein Kochpartner ein bisschen Ahnung hat was Kochen angeht!“, grinste sie und setzte sich neben ihn. „Du willst Nudeln selber machen?“, fragte sie als sie sich die aufgeschlagenen Bücher ansah. „Quatsch, das hab ich nur aufgeschlagen, damit die Leute die vorbeikommen denken, ich hätte es voll drauf!“ „Hätte ja beinahe geklappt – also ich kann nur Pfannkuchen!“ „Alles klar, wir machen Pfannkuchen!“, antwortete Jamie sofort und schlug das Kochbuch zu. „Na dann auf in den Kampf!“ Nach einer Weile war die Küche kaum wieder zu erkennen, denn es war das totale Chaos ausgebrochen. „Weißt du was ich total vermisse – Nutella – der verdammte Virus… schon allein Nutella wäre es wert gewesen ein Gegenmittel zu finden!“, sagte Jamie. „Ja da hast du Recht, aber weißt du was noch besser ist als Nutella? Dickmann-Toast!“, erwiderte Leo und Jamie sah sie angewidert an. „Was soll das denn bitte sein?“ „Na ganz einfach, Toast, am besten noch warm und darauf kommt dann der Dickmann – außer die Waffel natürlich. Das ist 1000 Mal besser als Nutella!“, erklärte sie Jamie, doch dieser schien immer noch skeptisch. „Na ich weiß ja nicht – so das war der letzte Pfannkuchen – die Raubtierfütterung kann endlich losgehen!“ sagte Jamie und Leo sah stolz auf den Pfannkuchen-Berg. „Für das, dass wir beide nicht kochen können, ist das hier gar nicht mal so schlecht!“

 

Als Leo ein paar Tage später von einem Klopfen an ihrer Tür geweckt wurde, schlüpfte sie schnell in ihren Bademantel und sah noch einmal kurz prüfend in den Spiegel und öffnete dann. Allerdings war ihr Besucher scheinbar nicht allzu geduldig. Leo sah noch einmal in den Gang, doch auch dort war niemand zu sehen. Schulterzuckend wollte sie gerade wieder in ihr Zimmer gehen, als sie einen kleinen Karton entdeckte. Nachdem sie ihn geöffnet hatte, huschte ihr sofort ein Lächeln über ihre Lippen. Jamie hatte es scheinbar geschafft zumindest etwas Dickmann-ähnliches in der Stadt aufzutreiben. Sie wollte gerade losgehen und sich bedanken, doch sie entschloss sich erst ein wenig Make-Up aufzulegen. Soviel Mühe sollte nicht nur mit einem Out-of-Bed Look belohnt werden. Gerade als Leo ihre Rougepinsel beiseitegelegt hatte, stürmte plötzlich Bonny herein und setzte sich genervt auf Leos Bett. „Guten Morgen Sonnenschein!“, sagte Leo lachend. „Chris hat es schon wieder gemacht!“, beschwerte sie sich und Leo sah ihre Freundin fragend an. „Er hat mich auf die Wange geküsst…. Er macht in letzter Zeit ständig solche Sachen – einfach so. Was soll das denn?“ „Na er mag dich halt!“, antwortete Leo. „Ich mag dich auch und geb dir nicht ständig einen Schmatzer!“, erwiderte Bonny. „Naja, dann mag er dich vielleicht ein bisschen mehr – und du magst ihn auch. Stell dich nicht so an, dir gefällt es doch!“, sagte Leo lachend. „So ein Quatsch…. Unsere Beziehung ist rein platonisch – bis auf wenige Ausnahmen!“, rechtfertigte sich Bonny. „Ja natürlich ist klar! Ich finde euch beide echt süß – und du musst zu geben, Chris hat sich ganz schön geändert. Mal ehrlich – seit Monaten hatte er kein anderes Mädel mehr… und wir reden hier von Chris! Du hast die Bestie gezähmt!“, sagte Leo theatralisch. „Meinst du wirklich? Ich glaube das ist nicht von Dauer … ich wäre echt dämlich wenn ich etwas Festes mit ihm anfangen würde! Irgendwann würde ich es bereuen!“ „Du brauchst doch gar nichts mehr mit ihm anfangen – ehrlich ihr führt doch schon so etwas wie eine Beziehung – ihr stellt euch echt an. So – ich muss jetzt zu deinem Bruder, er hat mir nämlich Süßigkeiten besorgt!“ „Ach deswegen brezelst du dich so auf – hätte mir ja eigentlich klar sein müssen!“ „Na im Gegensatz zu dir geb ich wenigstens zu, dass ich scharf auf ihn bin!“, erwiderte Leo grinsend. „Ja, sehr zu meinem Bedauern – heute Abend übrigens Mädelsabend – bei mir, Leylie kommt auch! Ich hoffe bis dahin kannst du dich von meinem Bruder wieder losreißen!“

 

Hey Leylie, da bist du ja, wir wollten schon nach dir sehen – ist alles in Ordnung?“, fragte Bonny, als Leylie am Abend endlich kam. „Ich treff mich morgen mit Simon und ich hab keine Ahnung ob ich ihm das mit Joker und Zoe erzählen soll!“ „Wie glaubst du wird er reagieren?“ „Ehrlich gesagt hab ich Angst, dass ihn dass dazu bewegt, wieder zurückzukommen. Es wäre ja nicht so als würde ich nicht schon seit Wochen versuchen ihn dazu zu überreden!“ „Das tut mir Leid, aber du solltest es ihm wirklich sagen – wenn er es anders erfährt, stehst du auch blöd da. Irgendwann wirst du es eh erfahren!“, riet Bonny ihrer Freundin. „Ja du hast ja Recht – es ist nur irgendwie blöd… ich hab mir tatsächlich vorgestellt dass aus uns etwas werden könnte. Aber das war wohl ein bisschen naiv von mir!“ „Jetzt wirf doch nicht schon das Handtuch … warte erst mal ab was er dazu sagt. Simon ist nicht nur wegen Joker und Zoe gegangen. Er hatte mit so ziemlich jedem im Tribe Stress…!“ „Dabei kann ich das echt nicht verstehen – er ist wirklich nett! Naja, vielleicht ist er aber auch nur so nett weil ich ihm immer Essen bringe…. Ne Katze die man nicht mehr füttert, kommt auch nicht mehr zu einem!“ „Hör jetzt gefällig auf so negativ zu sein – du wirst es ihm morgen sagen und wenn er sich dann scheiße verhält, dann kriegt er es mit mir zu tun!“, sagte Leo bestimmt und brachte Leylie damit sogar zum Lachen. „Und Leo, wie war deine Candy-Party mit Jamie?“, fragte Bonny um Leylie ein wenig von ihren Sorgen abzulenken. „Es war ein kulinarischer Hochgenuss!“, erwiderte Leo grinsend und Bonny verdrehte die Augen. „Immer diese Frühlingsgefühle!“ „Ja wie bei dir und Chris. Leylie kannst Du ihr bitte auch nochmal sagen, dass die beiden sich anstellen, wie die Kuh zum Eier legen?“ „Hab ich schon mehrfach. Bonny also wirklich. Chris ist perfekt. Früher sah er nur gut aus, inzwischen ist er auch charakterlich akzeptabel!“ „Er ist und bleibt Chris – ganz einfach. Keine Diskussionen mehr. Nehmt ihr ihn doch wenn ihr ihn so toll findet!“ „Blöderweise hat niemand bei ihm eine Chance weil er nur noch Augen für dich hat, also finde dich endlich damit ab!“

 

Ich werde nie mehr für dich Lügen – Kjell treibt mich zur Weißglut. Er nennt mich immer noch Schatz!“ „Na dann scheint es ihm ja an schauspielerischen Talent nicht zu mangeln!“, antwortete Hannah grinsend. „Wahrscheinlich hat Lily es schon längst weiter erzählt und jeder im Tribe denkt wirklich, dass ich mit ihm was habe!“ „Das tut mir echt Leid…allerdings glaube ich dass sie uns inzwischen durchschaut hat und mich erst mal zusammenstaucht, wenn wir wieder zurückkommen!“ „Dann wäre ich wenigstens das Problem mit Kjell los! Und deine Schwester pfeift dich auch so ständig zusammen, würde also gar keinen Unterschied machen!“, sagte Noemi grinsend und betrachtete ihre frisch lackierten, pinken Fingernägel. „Wobei du und Kjell schon ein witziges Pärchen abgeben würdet… fast so wie Estelle und Jake!“ „Ja träum weiter – mach lieber weiter, sonst wird das nichts mehr mit dem Cocktail an der Hotelbar…!“ Einige Zeit später hatte es Hannah endlich fertig gebracht sich wie immer in bester Retro-Manier zu stylen und so verbrachten sie wie schon die letzten Tage den Abend in der Bar des Hotels. Vor allem Kjell genoss wieder ausgiebig das reichhaltige Getränkeangebot und Joker und Justin waren inzwischen echt froh, dass er sie begleitet hatte. „Los kommt, das müsst ihr probieren!“, sagte er und stellte den beiden einen Absinth vor die Nase. „Ach komm, geh weg – das Zeug ist doch nur eklig!“, wehrte sich Justin und Kjell verdrehte die Augen. „Du bist echt ein Mädchen – hey Schatz, Absinth?“, rief er durch die komplette Bar und Noemi die mit dem Rücken zu ihm Stand verdrehte nur die Augen. „Wenn er nicht bald damit aufhört, dann wird er nie ins Internat zurückkehren, weil ich ihn vorher umgelegt habe!“, zischte Noemi und Hannah lachte. „Es tut mir wirklich Leid, komm ich gebe dir einen Cocktail aus, das ist schließlich das mindeste was ich tun kann!“, sagte sie schuldbewusst und begleitete ihre Freundin wieder zurück zum Thresen. „Noemi, wenn das mit uns beiden klappen soll, dann müssen wir wirklich mehr Zeit miteinander verbringen!“, sagte Kjell ernst, doch anstatt zu antworten, riss Noemi ihm nur den Absinth aus der Hand und trank ihn auf Ex aus. „Ist ja eklig!“, sagte sie angewidert und Hannah reichte ihr sofort einen Cocktail zum Nachtrinken. „Genau deshalb haben wir ihn nicht trinken wollen!“, antwortete Justin, der wenigstens versuchte die Sache mit Alex ein wenig zu verdrängen… und zwar mit reichlich Alkohol.

 

Nachdem jeder genug hatte, Justin und Joker sich genug über ihre Exfreundinnen ausgekotzt hatten und das Barpersonal die Theke dicht machte, machten sich alle wieder auf dem Weg in ihre Zimmer. Natürlich trafen sich die Jungs noch auf einen Absacker in Phönix` Zimmer – wozu gab es schließlich eine Minibar!! Es war nur wenig Zeit vergangen bis es völlig unterwartet an der Tür klopfte. „Das sind bestimmt meine Zimmernachbarn die sich über euch beschweren!“, sagte Phönix lachend und ging zur Tür. Doch anstatt genervter Zimmernachbarn, stand dort Hannah und zwar ziemlich leicht bekleidet. „Roomservice!“, säuselte sie und fiel Phönix um den Hals. Als sich Joker allerdings lautstark räusperte, bekam sie erstmal mit, dass sie gar nicht alleine waren. „Ach du scheiße!“, kreischte sie und sprang in das Bad des Hotelzimmers, das glücklicherweise direkt neben der Eingangstür platziert war. „Soviel also zum Thema eure Beziehung wäre jugendfrei…!“, sagte Joker und Phönix zuckte nur mit den Schultern. „Na scheinbar sind wir in unserer Beziehung bereits einen Schritt weiter – zumindest Hannah – schließlich steht sie in Strapsen in meinem Badezimmer – was für euch soviel bedeutet wie: Ihr solltet jetzt gehen!“ „Ich hoffe dir ist klar dass wir dich hassen. Und wehe du drückst dich morgen – wir gehen Angeln – das ist Punkt 4 auf unserer Anti-Trennungs-ToDo-Liste!“, sagte Justin grinsend, als er das Zimmer verließ. „Na das kann ich mir ja wohl kaum entgehen lassen!“, antwortete Phönix sarkastisch.

Alter du bist ja wirklich da, das gestern war eigentlich ein Scherz!“, sagte Justin am nächsten Morgen überrascht, als Phönix tatsächlich auftauchte. „Kein Ding – ich brauch nur ne halbe Kanne Kaffee, dann ist alles gut!“, antwortete er gähnend. „Ist die kleine Lily so schlecht im Bett dass du heute lieber mit uns angeln gehst?“, fragte Joker verkatert, als er vom Frühstücksbuffett zurück an dem Tisch kam. „Es war furchtbar!“, antwortete Phönix ohne auch nur eine Miene zu verziehen und Kjell lachte: „Noemi ist auch total lahm in der Kiste!“ „Das war kein Witz, das ist ja das schlimme. Was glaubt ihr warum ich mit euch angeln gehe!“ „Und du sagst das nicht weil wir dich sonst noch mehr hassen würden?“, fragte Justin, „ich meine die kleine Lily ist schon heiß wenn sie nur rumsteht – davon abgesehen haben wir sie gestern in ihrer heißen Unterwäsche gesehen und du willst uns jetzt erzählen, sie ist scheiße im Bett? Klingt nicht sehr überzeugend!“ „Ich hab ja nicht gesagt dass sie lahm ist, aber sie... ich weiß gar nicht wie ich das erklären soll... kennt ihr das wenn ihr einen Porno seht und euch denkt – was zur Hölle macht die da? Genau das hab ich die ganze Zeit gedacht. Und sie hat nicht damit aufgehört... es war furchtbar...!“ „Oh verdammt...!“, fluchte Joker und sah Phönix schuldbewusst an. „Möchtest du mir irgendetwas sagen?“, fragte Phönix verwirrt. „Ähm... naja, also ich hab mich neulich ein wenig mit Hannah unterhalten, und sie hat mich nach Aereen gefragt. Und irgendwie sind wir dann darauf gekommen, dass Aereen betttechnisch wohl nicht gerade auf Kuschelsex steht... es war Alkohol im Spiel ok? Vielleicht hat sie das ein wenig angespornt...!“ „Oh Gott das wäre ein Segen.... denn wenn sie von sich aus so hardcore ist, überlebe ich das nicht! Ehrlich jetzt... vielleicht sollte ich nach oben gehen und ihr erklären, dass Aereen kein Pornostar war...!“ „Es tut mir Leid... du musst auch nicht mit zum Angeln – ich schreib dir eine Entschuldigung!“, sagte Joker lachend und Phönix stand kopfschüttelnd auf. „Du kannst die Rechnung für das Zimmer-Frühstück bezahlen, das ich jetzt gleich bestellen werde – den Champagner lass ich dir zu Liebe allerdings weg!“

 

Das sind sie bestimmt- na warte die kann was erleben!“, sagte Lily, als es ein paar Tage später an er Haustür klingelte. Sie hatte ihre kleine Schwester zwischenzeitlich längst durchschaut und wartete nun schon stundenlang auf ihre Rückkehr. Energisch öffnete sie die Tür und wollte gerade loswettern, doch als sie sah wer es war blieben ihr die Worte im Hals stecken. „Aereen – oh mein Gott – komm rein... Mary, Alex – kommt bitte schnell her!“, rief Lily, doch im selben Moment sackte Aereen auch schon zusammen. „Sie wollte keine Pause machen – ich hab gesagt sie muss ich ausruhen – sie wollte immer nur weiterlaufen!“, sagte der Junge der neben Aeeren kniete und ebenfalls ziemlich verstört wirkte. „Ich mach das schon – geh du erstmal rein... du kannst sie loslassen, ich mach das schon!“, sagte Lily und stützte Aereen. Mit Marys und Alex Hilfe trugen sie sie ins Wohnzimmer und Alex holte sofort Wasser und etwas zu essen. „Du kannst ruhig Essen, ihr beiden seht ziemlich ausgehungert aus!“, sagte Alex freundlich, doch der Junge antwortete nicht sondern zupfte sich von einem Brötchen nur ein Stück ab. Aereen war inzwischen eingeschlafen, doch sie wälzte sich immer wieder hin und her. „Sollen wir euch alleine lassen? Möchtest du duschen oder schlafen?“, fragte Alex , doch er sah sie nur kurz an und starrte dann wieder auf den Boden. „Na gut ich lass dich mal alleine!“, sagte sie dann und verließ das Wohnzimmer. Vor der Tür standen Lily und Mary und niemand von den dreien wusste so recht was sie sagen sollten. „Das fühlt sich alles so unecht an – wie in einem schlechten Film.... ich hab Aereen noch nie so gesehen... ich kann mir gar nicht vorstellen was passiert ist!“, sagte Alex und Mary zuckte nur mit den Schultern. „Ich weiß es auch nicht – die beiden sind total weggetreten – sie sehen aus als wären sie auf Drogen...hoffentlich kommen Joker und Phönix heute noch zurück. Ich bin mit der Situation total überfordert!“, gab sie zu und Lily drückte ihre Hand. „Glaub mir, das sind wir alle drei!“

 

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