Das neue Jahr begrüßte die Starlights mit einem eiskalten Winter. Die meisten hatten sich im Internat verschanzt doch einige trauten sich sogar nach draußen um den Neuschnee auszunutzen. Vor allem Sunny genoss das ganze natürlich in vollen Zügen. „Los Sunny wir gehen rauf zu dem Hügel und fahren runter!“, rief Lily gut gelaunt und startete mit Sunny ein Wettrennen durch den Schnee. „Gott sei Dank verstehen sich die beiden!“, sagte Mary erleichtert als sie die beiden beobachtete. „Na klar, wieso denn auch nicht – Lily hat einen super Draht zu ihr. Mach dir nicht so viele Gedanken, Sunny wird das schon gut auffassen, dass ihr beide zusammen seid. Sie hat ja damals auch mitbekommen, dass Nika und Lily ein Paar waren – für sie ist das ganz normal!“, antwortete Phönix, doch in Marys Gesicht zeigten sich immer noch starke Zweifel. „Ich will trotzdem noch ein wenig warten bis wir ihr es sagen… ich weiß das hört sich jetzt scheiße an, aber ich will mir erst einmal selbst sicher sein, dass ich mit der ganzen Sache klarkomme!“, gab sie ehrlich zu. „Das ist alles ganz schön neu für mich…!“ „Das wird Lily sicher verstehen, sie hatte ja auch irgendwann mal ihre erste Freundin, so komm lass uns mal zu den beiden gehen und mit Sunny reden wir, wenn Du soweit bist!“ Als die vier einige Zeit später ziemlich durchfroren wieder ins Internat kamen, begrüßte Alex sie mit einer runde heißen Kakao und den restlichen Plätzchen, die die Weihnachtsfeiertage überlebt hatten. „Oh das ist ja lieb von dir, wie haben wir das denn verdient?“, bedankte sich Mary und Alex antwortete nur mit einem breiten Grinsen. „Einfach so –geht doch schonmal rüber ins Wohnzimmer, der Kamin ist an – Phönix und ich bringen dann die Getränke rüber!“, antwortete sie bestimmt. „Ach Quatsch, wir tragens selbst rüber, dann werden unsere Hände wenigstens warm!“, sagte Lily und wollte ihr Tasse nehmen. „Das ist noch nicht fertig!“, rief Alex und lächelte unsicher, während Lily sie mit gerunzelter Stirn musterte. „Aber der Kakao ist bereits in den Tassen!“, sagte Lily. „Sahne – es fehlt noch Sahne. Wie gesagt, wir bringens euch rüber – herrje schaut, Sunny sieht total verfroren aus. Los jetzt rüber an den Kamin – ich dulde keine Widerreden!“, antwortete Alex und Lily und Mary verließen zusammen mit Sunny kichernd die Küche. „Wow, das war ja jetzt sehr dezent!“, lachte Phönix und Alex seufzte: „Glaubst Du sie haben was gemerkt?“ „Ach Quatsch nein, wieso denn auch – du kamst völlig natürlich rüber!“, antwortete Phönix sarkastisch. „Ha ha – sehr witzig – Gott hoffentlich haben wir überhaupt noch Sahne!“, lachte sie dann. „Also ich hab schon einiges vorbereitet…!“, erzählte Alex während sie im Kühlschrank kramte. „Ich hab das Zimmer geputzt, die Aula konnte ich nicht dekorieren, deswegen habe ich unsere Sandbar im 2. Stock ein wenig aufgemöbelt – die Heizungen sind auch schon an! Du hast es doch niemandem erzählt oder?“, fragte sie dann. „Nein habe ich nicht – du etwa?“ „Wie kommst Du denn darauf? Ich habs nicht mal Justin erzählt – und der arme wundert sich schon den ganzen Tag was los ist und was ich die ganze Zeit mache!“, antwortete sie und man merkte ihr deutlich ihr schlechtes Gewissen an. „In drei Stunden kannst Du ihn erlösen, dann geht’s los!“

 
Am Abend wurde das Geheimnis endlich gelüftet und Alex war heilfroh darüber, denn sie hätte es wahrscheinlich keine Minute länger ausgehalten. „Geht ihr auch zur Tribeversammlung?“, fragte Mary Rya und Radan, die gerade aus ihrem Zimmer kamen. „Ja, ist wohl etwas passiert? Ist etwa schon wieder jemand verschwunden?“, fragte Rya nervös. „Ich hab keine Ahnung… ich hoffe nicht!“, antwortete Mary ratlos. Als sie nach unten kamen, waren schon fast alle da, doch niemand wusste so recht was eigentlich los war, nicht einmal Leo. „Sorry, ich weiß wirklich nichts, Phönix hat mir nichts gesagt…!“ „Vielleicht liegt das daran, dass ich nicht miteinander redet!“, flüsterte Leylie und kicherte. „Ja das kann natürlich sein!“, stimmte Leo ihr zu. „So seid ihr alle da? Schön, dann könnt ihr alle gleich mal mitkommen und euch den Scheiß selbst mal ansehen. Weil so geht’s echt nicht weiter!“, sagte Phönix wütend und die Starlights sahen sich ratlos an, denn niemand wusste, was eigentlich passiert war. Tuschelnd folgten sie Phönix nach oben, bis dieser im Zimmer in der sich der Tribe eine kleine Strandbar eingerichtet hatte, stehen blieb und die Tür aufriss. Doch die Überraschung die dahinter wartete war ganz und gar nicht negativ. „Überraschung!!“, rief Alex und Joker und Zoe saßen mit breiten Grinsen und einem Cocktail in der Hand in ihren Liegestühlen. „Darf ich vorstellen, unsere neuen Tribemitglieder!“, sagte Phönix grinsend und die beiden Neuankömmlinge wurden begeistert begrüßt. „Das war ein ganz schöner Akt, hier reinzukommen, ohne dass uns jemand sieht!“, lachte Zoe. „Das ist ja super, dass ihr wieder hier seid. Obwohl euch der Abschied von euren Freunden bestimmt nicht leichtgefallen ist!“ „Nein, das nicht – aber mit den Starlights verbindet uns einfach mehr und dort haben wir uns , wenn wir ehrlich sind, nie so richtig daheim gefühlt. Wir haben den verrückten Haufen hier einfach wahnsinnig vermisst!“, gab Zoe zu. „Hey Leute, bevor die große Sause losgeht, wollte ich noch etwas sagen!“, unterbrach Shari die anderen. „Da bei Zoes und Jokers Freunden jetzt Platz geworden ist, habe ich mich entschlossen zusammen mit Nika dorthin zu ziehen! Nika und ich hatten schon länger vor uns einen gemeinsamen Tribe zu suchen und da hat sich das natürlich angeboten!“, erzählte sie und erntete ernüchternde Blicke. „Aber bitte lasst euch jetzt davon nicht die Party vermiesen – wehe ihr feiert nicht ordentlich, sonst komme ich euch nie mehr besuchen!“, sagte sie dann lachend um ihren eigenen Abschiedsschmerz zu überspielen. „Na okay, dann bleibt uns wohl nichts anderes übrig!“, lachte Joker und sah sich hinter dem Tresen nach Zutaten für seinen Cocktail um. „Mh, ob Amaretto mit Rum und Cola wohl schmeckt?“, grübelte er und Chris sah ihn angewidert an: „Oh Mann was haben die da mit dir gemacht… Amaretto ist was für Pussys. Schenk uns einfach drei Tequila ein und gut ist!“ „Vielleicht wollte ich ja auch einen Cocktail für die Mädels hier mixen und nicht für dich!“, antwortete Joker grinsend und griff dann zur Tequila-Flasche: „Obwohl, ich glaube das können sie alleine auch!“ Nachdem Joker den Platz hinter der Bar geräumt hatte, lösten Jake und Estelle ihn ab. Doch anstatt Cocktails zu mixen, widmeten sie sich eher einander. „Ähm, krieg ich auch etwas zu trinken oder tauscht ihr nur gegenseitig Flüssigkeiten aus?“, unterbrach Leo die beiden bei ihrer Knutscherei. „Oh nein, du bekommst natürlich auch etwas!“, sagte Estelle lächelnd und griff wahllos zu irgendwelchen Flaschen. „Mh, also er sieht vielleicht nicht so toll aus, aber ich hoffe er schmeckt wenigstens einigermaßen gut. Du weißt ja die inneren Werte zählen!“, grinste sie und Leo nickte zustimmend. „Sagt das Ex-Model. Ja nee ist klar…!“ Bevor sie sich an den Cocktail wagte ging sie zurück zu Bonny, Leylie und Saira. „Ganz schön kuschelig hier!“, grinste sie und zwängte sich in eine freie Ecke des Zimmers. „Igitt, das sieht ja eklig aus, sieht aus als hätte jemand seine Wasserfarbenpinsel darin geputzt!“, kicherte Leylie als sie Leos Cocktail sah. „Ich hab ihn auch noch nicht probiert, ich habe es noch nicht gewagt!“, lachte Leo und überwand sich dann doch. „Mh, schmeckt gar nicht mal so schlecht… sogar richtig lecker!“, stellte sie erstaunt fest und nahm noch einen kräftigen Zug.

 
Leo? Bist Du wach?“ Verwirrt schlug Leo ihre Augen auf und sah sich um – sie lag zumindest schon mal in ihrem Zimmer, zwar auf der Couch aber in ihrem Zimmer. „Geht’s dir gut?“ „Ach du bist es Bonny, klar geht’s mir gut… was machst Du denn hier?“, fragte Leo, die leichenblass war und gezwungen versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie schlecht es ihr ging. „Was ich hier mache? Ist das dein Ernst?“, fragte Bonny. „Ja, sonst würde ich doch nicht fragen – warum ist es hier so kalt?“ „Leo du hast gestern dein ganzes Bett vollgekotzt – deswegen liegst du auf der Couch und deswegen ist es auch so kalt, weil die ganze Nacht die Fenster offen waren!“, antwortete Bonny. „Oh nein… das tut mir Leid Bonny… du warst bestimmt die ganze Nacht hier gesessen…!“ „Allerdings, weil ich mir Sorgen mache Leo, warum machst Du denn so nen Blödsinn. Ich will ja hier jetzt nicht den Moralapostel spielen, aber du warst ganz schön hinüber. Es ist ja nicht schlimm, wenn man auf ner Party etwas trinkt, aber versprich mir bitte dass du es nicht mehr so übertreibst!“ „Das tu ich wirklich Bonny – ich hab das total unterschätzt. Das waren bestimmt diese fiesen Cocktails!“ „Ja ja… und der Tequila und der Rotwein. Du hast gestern wirklich nichts ausgelassen!“ „Ohje – hab ich wieder irgendetwas Peinliches gemacht?“ „Ist es nicht peinlich genug sein Bett vollzukotzen?“, sagte Bonny und schüttelte dann lachend den Kopf. „Ich glaube diese ganzen Babyhormone machen mich einfach zu erwachsen – früher hätte ich über so etwas nur gelacht!“ „Na zum Glück tust du das nicht – ich brauche schon jemanden der mir ab und zu den Kopf wäscht!“, gab Leo offen zu und seufzte: „Ich trink wirklich nie mehr Alkohol… zumindest nicht die nächsten zwei Tage!“

 
Nachdem Zoe und jokers Einstand so feucht fröhlich verlaufen war, hatten sie sich natürlich schnell wieder bei den Starlights eingelebt. Zoe genoss vor allem, dass sie hier mit Mary, Bonny und Lisa Freundinnen hatte, die auch Kinder und somit dieselben Probleme wie sie hatten. „Ohje, wartet mal ab, bis sie alle laufen können… oder wenn unsere Kids alles Teenies sind – ich glaube dann drehen wir hier alle durch!“, lachte Lisa. „Ich glaub je älter Kinder werden, desto anstrengender wird es… also Mädels genießt die Zeit wenn sie noch so klein sind. Das ist wirklich am stressfreisten!“, riet Mary den anderen. „Ach komm, Sunny ist doch lieb, außerdem geht sie ja jetzt in die Schule, du siehst sie ja den halben Tag gar nicht. Wie hat sie eigentlich auf dich und Lily reagiert?“, fragte Zoe neugierig ohne zu ahnen dass sie damit bei Mary auf einen wunden Punkt stieß. „Naja, sie weiß noch nichts davon!“, antwortete sie kurz angebunden. „Oh, naja hat ja noch Zeit!“, antwortete Zoe lächelnd und Mary nickte dankbar – zum Glück hatte Zoe gemerkt, dass ihr das Ganze Thema noch ziemlich unangenehm war. „Was glaubt ihr eigentlich was unsere Männer gerade machen?“, fragte Lisa. „Unsere Männer?“, fragten Mary und Bonny wie aus einem Mund und begannen gleichzeitig zu lachen. „Na dann eben eure Erziehungspartner!“, grinste Lisa. „Ach die sitzen bestimmt rum und unterhalten sich genau wie wir über die Kids… mal im Ernst es gibt doch gar kein anderes Thema mehr für sie!“, antwortete Zoe. Doch Zoe lag mit ihrer Vermutung komplett daneben.
Joker, Chris, Phönix und Sam hatten sich nämlich in das Schulgebäude des Internats verdrückt und das ehemalige Direktoren-Zimmer als Location ausgewählt. „Wir sollten hier pokern – der riesen Schreibtisch hier wäre super dafür!“, sagte Chris und wippte in dem großen lederbezogenen Bürostuhl. „Das hat sich der Direktor hier wahrscheinlich auch schon gedacht!“, sagte Joker der die Schänke durchsuchte. „Zigarren und Scotch in rauen Mengen – nicht schlecht!“ „Alles klar – hier bleiben wir! Chris hol dein Poker-Set und bring gleich vier Gläser mit. Wir räumen hier schonmal ab!“, sagte Phönix und Chris schwang sich seufzend aus dem Chefsessel. „Immer ich – naja, dann kann ich gleich nochmal nach Lynn und Logan sehen!“ Kaum hatte Chris seinen Satz beendet, antworteten die anderen drei wie aus einem Mund: „Kinder-Kasse!“ „Ach kommt Leute… ich hab sie nur in nem Nebensatz erwähnt.. !“ „Wir haben nen Deal – es wird nicht über die Kinder geredet… also Kinder-Kasse!“, erinnerte Sam ihn an ihre Abmachung hielt ihm die Kasse unter die Nase. „Ist ja gut – ihr werdet schon auch noch blechen. Keine Sorge!“ „Los kommt, lasst uns schonmal alles vorbereiten, bis Chris wieder hier ist. ich mach erst mal die Vorhänge zu – braucht ja nicht jeder wissen wo wir sind! Und den Schlüssel für die Bude hier den nehmen wir auch gleich mit!“, sagte Joker und grinste breit. „Ihr glaubt mir gar nicht wie super es ist wieder hier zu sein!“
Mann Sam, du bescheisst doch – du kannst doch nicht die ganze Zeit gewinnen!“, fluchte Joker und Sam der bereits einen ganzen Turm an Spielchips vor sich hatte, grinste nur breit: „Das liegt vielleicht daran, dass ich keinen Scotch trinke!“ „Das ist natürlich nur eine fadenscheinige Ausrede… ach verdammt, ich steig aus!“, gab Joker auf und ließ sich in seinen Sessel fallen. „Ist ja kein Wunder, dass ihr ständig verliert, wenn ihr aussteigt!“, lachte Sam. „Ach Quatsch, los schenkt noch ne Runde ein… wenn ich schon nichts gewinne, will ich wenigstens mit einem ordentlichen Rausch hier rausgehen!“ „Ach hast Du dir etwa Leo als großes Vorbild genommen?“, fragte Sam grinsend. „Nein, ganz so schlimm soll es dann doch nicht werden – die war ja drauf!“, antwortete Joker. „Natürlich ist sie drauf, sie war ja auch mit mir zusammen. Alle Mädels mit denen ich was hatte, haben nen Schuss weg. Leo säuft bis zum Exitus, Mary wird lesbisch – naja und zu Aereen brauch ich ja nichts zu sagen!“, sagte Phönix trocken. „Hey wir spielen hier Poker und nicht unser allseits beliebtes ‚Wer hat das beschissenste Leben‘ –Spiel!“, entgegnete Chris. „Obwohl das mit Mary schon krass ist… vielleicht wird Leo ja auch noch lesbisch, das wäre heiß. Sie und Bonny, könnt ihr euch was schärferes vorstellen?“, fragte Chris, mit dem scheinbar gerade die Fantasie durch ging. „Na klar, Bonny, Leo und mich!“, antwortete Joker lachend. „Genau, träum mal schön weiter Joker – Royal Flush – ich hab mal wieder gewonnen!“, unterbrach Sam die anderen. „Das gibt’s doch nicht – also ich steig aus – ihr macht mich ja hier noch arm! Und Joker und Chris, so Leid es mir tut, so heiß scheint es zwischen Mary und Lily nicht zu sein, denn Mary hat mich neulich nach Lesben-Pornos gefragt!“, erzählte Phönix. „Also wenn sie Hilfe benötigen, brauchen sie es nur zu sagen – als guter Freund würde ich ihnen da natürlich beistehen!“, antwortete Chris grinsend. „Ahja, da ist er also wieder der alte Chris – ich wusste doch, dass du dich kein bisschen verändert hast!“

 
Oh du bist schon da, ich komme gleich!“, rief Mary als es an ihrer Tür klopfte. Grübelnd sah sie auf die Uhr – sie und Lily hatten doch erst um acht ihr Date und die Uhr zeigte gerade mal halb an. Hastig zog sie ihr kleines schwarzes an, prüfte ihr Aussehen noch einmal im Spiegel und öffnete die Tür dann mit einem strahlenden Lächeln. „Ach du bist ja gar nicht Lily!“, sagte sie als sie feststellte dass es Leo war. „Nein, sorry, habt ihr was vor? Dann komm ich wann anders wieder – kein Problem!“, entschuldigte sich Leo. „Ach Quatsch, gar nicht schlimm – ich war mit meinen Haaren eh noch nicht fertig. Komm rein, du kannst mir eigentlich gleich helfen!“, antwortete Mary grinsend. „Wow – sieht ja mal ganz stark nach Date-Vorbereitung aus!“, sagte Leo, als sie einen Blick in Marys Bad warf. „Ja, wir wollen essen gehen – und ich wollte mich mal schick machen. Lily kenn mich sonst nur in Jeans und T-Shirt, ich hoffe sie freut sich!“ „Na aber hallo, aber mit deinen Haaren müssen wir wirklich noch etwas machen. Los setz dich hin – ich erzähl dir währenddessen, warum ich eigentlich hier bin!“, sagte Leo und schnappte sich Haarspray und Haarnadeln. „Na dann leg mal los – aber sag mir jetzt blos nicht dass du schwanger bist!“, kicherte Mary und wurde allerdings schnell wieder ernst: „Du bist doch nicht schwanger oder?“ „Nein, wie kommst Du denn darauf?“, lachte Leo. „Naja, als Bonny und Lisa aus heiterem Himmel bei mir aufgekreuzt sind, war das der Grund dafür!“ „Nein nein … ich bin definitiv nicht schwanger! Aber du hattest doch an Silvester angeboten, dass du zwischen Phönix und mir ein wenig vermitteln könntest. Und wenn das ernst gemeint war, dann würde ich das Angebot gerne annehmen. Ich will diese ganze Sache jetzt endlich hinter mir lassen, das ist mein Vorsatz fürs neue Jahr!“ „Natürlich war das ernst gemeint – das können wir gerne machen. Gerade als Anführer müsst ihr ja oft zusammenarbeiten, da ist es schon besser, wenn ihr euch zumindest einigermaßen vertragt!“ „Naja, jetzt wo Joker wieder da ist, werde ich ihn eh fragen, ob er den Posten wieder übernehmen will!“ „Wieso das denn? Also ich fands gut, dass wir auch ein Mädel als Anführerin hatten!“ „Ach es klappt einfach nicht – es ist in Ordnung wenn ich mit Phönix einigermaßen klarkomme. Aber bei diesen Anführer-Versammlungen, das ist einfach zuviel Zeit die wir miteinander verbringen müssen!“ „Mh, naja, da hast du auch wieder recht. Man muss das ganze ja nicht überstrapazieren. Wobei ich immer noch nicht verstehen kann, warum Phönix sich von dir getrennt hat… im Ernst, du bist 1000Mal besser als Aereen! Naja, egal… bringt ja nichts sich darüber aufzuregen!“ „Ja das sehe ich genauso – so schau dich mal an, ich hoffe es gefällt dir!“, sagte Leo und Mary bewunderte sich im Spiegel. „Super danke – jetzt kann ja gar nichts mehr schiefgehen. Ich werde dich jetzt immer als Stylistin engagieren, wenn ich ein Date habe!“ „Kein Problem, komm einfach bei mir vorbei! So jetzt verschwinde ich aber, Lily wird sicher gleich auftauchen. Also ich wünsche euch einen tollen Abend. Und wegen der anderen Sache melde ich mich einfach demnächst bei dir!“ Lilys und Marys verlief natürlich wunderbar und so entschlossen sie sich am drauffolgenden Wochenende ihre Wellness-Gutscheine einzulösen, doch am Tag der Abreise bekam Mary kalte Füße: „Ich glaube es ist eine schlechte Idee Sunny bei Estelle zu lassen – ich rede mit Lily, wir verschieben das ganze einfach auf ein Wochenende, an dem du keine Anführer Versammlung hast!“, sagte Mary, als sie eine Stunde vor der Abreise noch einmal bei Phönix war, um alles wegen Sunny zu besprechen. „Nein, das wirst du nicht tun. Estelle macht das schon, sie ist doch selbst noch wie ein Kind, die beiden werden sich super verstehen. Außerdem ist sie rein theoretisch Sunnys Tante – mach dir mal keine Sorgen!“ „Ach ich weiß nicht… ich hab kein gutes Gefühl dabei. Außerdem hab ich Schiss dass Lily und ich uns in die Haare kriegen, wenn wir ein ganzes Wochenende miteinander verbringen!“ „Wieso das denn? Ihr seid frisch verliebt, da streitet man sich doch nicht… wieso solltet ihr euch denn streiten? Nenn mir bitte mal einen Grund?“, fragte Phönix lachend. „Keine Ahnung, was weiß denn ich… vielleicht will sie mit offenem Fenster schlafen und ich nicht. Oder ich geh ihr auf den Keks, oder sie will mit mir schlafen und ich kriege Panik und renne davon!“, sagte Mary aufgebracht. „Ach so ist das, ja ich denke das offene Fenster wird der Knackpunkt sein!“, antwortete Phönix sarkastisch. „Du bist so ein Idiot, das ist nicht lustig… ich hab keine Ahnung wie das geht. Bei Männlein und Weiblein ist das einfach, das rein-raus Spielchen kapiert ja wohl jeder…aber mit Lily, ich hab keine Ahnung was ich machen soll! Jetzt schau mich nicht so an, du musst mir helfen!“, jammerte Mary. „Ich glaube nicht dass ich das muss, Mary rede doch einfach mit Lily…!“ „Vielleicht bin ich ja gar nicht lesbisch…vielleicht hab ich mir das nur eingebildet!“ „Mary halt jetzt einfach die Klappe, nimm deine Tasche und geh mit Lily in dieses Wellness-Hotel!“, sagte Phönix streng und Mary sah ihn trotzig an. „Ist ja schon gut, ich bin ja schon weg – wenn das Wochenende scheiße wird, geb ich dir die Schuld!“ „Das war mir schon klar!“, antwortete Phönix lachend.

 
Am nächsten Tag stand die Tribe-Versammlung und an und Phönix und Joker, der seinen Posten als Anführer wieder aufgenommen hatten, machten sich auf den Weg zu den Blind-Eyes. „Ihr müsst aber schauen, ob es irgendwelche Hinweise wegen Aereen gibt!“, sagte Estelle, bevor die beiden das Internat verließen. „Natürlich machen wir das! Du kannst uns auch noch ein paar Flyer mitgeben!“, sagte Joker. „Ich hab schon Flyer – wir müssen jetzt aber los Estelle, sonst verspäten wir uns noch! Und pass gut auf Sunny auf“, antwortete Phönix.
Sag mal, wie hast Du diese Wochenenden Leo eigentlich immer mit ausgehalten?“, fragte Joker lachend, als sie bereits eine Weile gelaufen waren. „Naja, also entweder hat sich Leo betrunken und hat mich angeschrien oder wir haben beide getrunken und hatten dann Sex. Wobei beiden Varianten immer dazu geführt haben, dass wir nach den Versammlungen erst mal nicht mehr miteinander gesprochen haben!“ „Ok, ich weiß welche Variante ich immer gewählt hätte!“, grinste Joker. „Neulich kam sie zusammen mit Mary zu mir und wollte sich mit mir aussprechen! Ich dachte ich bin im falschen Film!“, erzählte Phönix. „Mary als Angelika Kallwas? Ist ja witzig – und hats was gebracht?“ „Naja, vielleicht bis zum nächsten Tequila Sunrise – Leo ist echt schwierig… bei dem Gespräch war sie total aufgesetzt, als wollte sie Mary irgendwas beweisen… keine Ahnung! Sie ist manchmal echt strange!“ „Sie kommt schon drüber hinweg… irgendwann findet sie nen neuen Typen und dann bist du wahrscheinlich schneller vergessen, als es dir lieb ist!“
Als Phönix und Joker nach dem langen Fußmarsch endlich im Hauptquartier der Blind Eyes ankamen, wurden sie bereits erwartet. „Hey da seid ihr ja endlich. Kommt mal mit, es haben sich zwei Personen für euren Tribe gemeldet!“, begrüßte Mitch sie und bat die beiden ihm zu folgen. „Glaubst Du es ist Aereen?“, fragte Joker. „Ich glaube sie hat so schnell nicht vergessen, wo unser Internat ist, also nein, ich glaube nicht dass es Aereen ist!“, antwortete Phönix forsch. „Sorry, ich wollte nicht so patzig sein. Es war nur selber mein erster Gedanke, aber wie schon gesagt, glaube ich nicht dass sie es ist!“ „So da wären wir!“, sagte Mitch und Phönix und Joker erblickten ein Mädchen und einen jungen Mann. „Hi, ihr beide. Wir sind Phönix und Joker, die Anführer der Starlights. Ihr wollt also mit zu uns kommen?“, begrüßte Joker die beiden. „Oh ja, und wie wir das wollen!“, antwortete das Mädchen grinsend. „Wie heißt du denn? Du kommst mir irgendwie bekannt vor?“, fragte Phönix grübelnd. „Vielleicht daher!“, antwortete sie und rollte ein Plakat auf, auf dem sie noch deutlich jünger und vor allem total anders aussah als jetzt. „Du bist Lilys Schwester? Wow – kein Wunder dass wir dich mit diesen Plakaten nicht gefunden haben!“, lachte Joker. „Selbst mit aktuellen Plakaten hättet ihr mich wohl nicht gefunden, ich war nämlich gar nicht in der Stadt … aber das ist eine lange Geschichte!“, grinste Hannah. „Und ich komme auch wegen meiner Schwester zu euch!“, brachte sich der junge Mann namens Jamie ins Gespräch. „Bonny ist doch noch bei euch, oder?“ „Oh ja, klar – wir wussten gar nicht dass sie einen Bruder hat – sie hat gar nicht darüber geredet!“, antwortete Joker verwundert. „Ja, das ist typisch für Bonny… ich hoffe es geht ihr gut?“, fragte Jamie besorgt. „Ja natürlich… du wirst sie ja bald sehen!“, beruhigte Joker ihn. „Wahrscheinlich sogar früher als erwartet – wir haben nicht soviele Themen, es wird reichen, wenn wir nur heute Versammlung halten, das heißt ihr könnt heute Abend bereits nach Hause!“, sagte Mitch und zauberte Hannah und Jamie damit ein Lächeln auf die Lippen. „Hannah du wirst dich aber wohl noch bis morgen Abend gedulden müssen. Lily ist mit ihrer Freundin übers Wochenende in einem Wellnesshotel. Sie kommen erst morgen zurück!“, sagte Phönix und Hannah seufzte: „Naja, das kann ich jetzt auch noch abwarten. Ich hab sie so lange nicht gesehen… da vergehen die paar Stunden wahrscheinlich wie Minuten!“

 
Trotzdem Hannah wusste, dass ihre Schwester eh nicht zuhause war, konnte sie es kaum erwarten, bis die Versammlung endlich zu Ende war und sich die vier auf den Weg zum Internat machen konnten. „Ich bin ja so gespannt, wie Lily jetzt lebt und wie sie aussieht!“, plauderte sie. „Das geht mir mit Bonny genauso… ich hab meine kleine Schwester echt lange gesucht!“, antwortete Jamie. „Ich glaube wir sagen erstmal nichts davon dass seine kleine Schwester bereits Mami geworden ist, oder?“, flüsterte Joker Phönix zu. „Naja, ihr habt euch bestimmt einiges zu erzählen!“ , kicherte Hannah. „Wo warst Du eigentlich die ganze Zeit Hannah? Lily hat sich schon Sorgen gemacht, sie dachte schon du wärst entführt worden!“ „Oh Gott, nein, die Arme hat sich so viele Sorgen um mich gemacht. Und was war schuld, natürlich ein Kerl!“, antwortete Hannah. „Natürlich, was auch sonst!“, lachte Joker. „Nein im Ernst, ich hatte diesen Typen kennengelernt und Lily war ständig der Meinung, dass er nicht gut für mich ist… und dann sind wir eben durchgebrannt. Naja, heute weiß ich das Lily Recht hatte. Mal im Ernst, der Typ hat mir nen Delfin zwischen die Möpse tätowiert… darüber hätte ich mir eigentlich schon mal eher Gedanken machen sollen!“ „Moment hab ich das jetzt richtig verstanden, er hat dich tätowiert?“, fragte Jamie nocheinmal nach. „Ja, er war Tätowierer, zumindest hat er das behauptet, ich hab im Nachhinein rausgefunden, dass er nur in nem Tattoo-Studio gejobbt hat. Naja, immerhin bin ich so kostenlos an meine ganzen Tattoos gekommen!“, kicherte sie. „Wieviele Tattoos hast du denn?“, fragte Joker, denn in Hannahs winterlichem Outfit mit Rollkragenpulli sah man bislang kein einziges Tattoo. „16 – komplett verteilt über den ganzen Körper. Lily reißt mir den Kopf ab wenn sie mich sieht. Wahrscheinlich lauf ich die nächsten Wochen erst Mal noch im Ganzkörpersuit herum!“ „Und was hast dich dazu veranlasst den Typen letztendlich doch zu verlassen?“, fragte Phönix. „Naja, es hat sich herausgestellt, dass ich nicht die einzige war, die er „tätowiert“ hat!“, antwortete Hannah schulterzuckend. „Oh das tut mir Leid!“ „Nein nein, schon gut… alles gut – wie gesagt, immerhin hab ich jetzt 15 kostenlose Tattoos plus einem hässlichen Delfin im Dekolleté. Aber jetzt hab ich ja wohl genug über mich gequatscht. Was ist mit dir Jamie? Bist du Musiker?!“, fragte Hannah und deutete auf den Gitarrenkoffer den Jamie mit sich schleppte. „Oh ja das bin ich. Ich liebe Musik über alles!“ „Das trifft sich gut, wir haben mit ein paar anderen Tribemitgliedern eine Band, deine Schwester ist auch mit dabei – ihr scheint ne musikalische Familie zu sein!“ „Ach hat sie sich getraut zu singen? Sie hat soviel Talent und traut sich immer nicht es zu zeigen!“ „Ja ihre beste Freundin musste sie ein wenig dazu drängen, aber inzwischen ist sie voll mit dabei!“, antwortete Phönix und Jamie sah ihn überrascht an: „Hast Du gesagt ihre beste Freundin?“ „Ähm ja, wieso?“ „Naja, das ist irgendwie ziemlich untypisch für Bonny. Sie ist nicht so das typische Mädel… zumindest war sie das nicht. Sie war meistens mit Jungs rumgehängt.. naja, ich hab sie ja schon lange nicht mehr gesehen!“ „Wieso eigentlich nicht? Hattest du auch so ne durchgeknallte Beziehung wie ich?“, fragte Hannah unverblümt. „Ähm… nein, es gab da ein paar Probleme in unserer Familie…naja, wenn Bonny euch davon nichts erzählt hat, dann will sie bestimmt auch nicht, dass ich darüber rede! Ich bin nur froh, wenn ich sie wieder habe – ich hab mir solche Sorgen um sie gemacht.“ „Ich glaube Chris sollte die nächsten Tage erstmal abtauchen – wenn Jamie erfährt, dass er seine kleine Schwester geschwängert hat, haut er ihm wahrscheinlich gleich aufs Maul!“, sagte Joker leise zu Phönix. „Ich hatte vorhin schon befürchtet er ist der Bruder von Leo, dann hätte ich mich aber aus dem Staub gemacht!“ Jamie bekam vom Gespräch zwischen den beiden Anführern gar nichts mit, denn Hannah hatte bereits wieder angefangen zu quatschen. „Estelle kriegt ja richtig Konkurrenz mit Hannah…!“, lachte Joker. „Ja du hast recht, sie sieht hammermäßig aus!“, antwortete Phönix und Joker sah ihn grübelnd an: „Ich meinte eigentlich wegen dem vielen Reden… aber ja, jetzt wo du es sagst – hätte mir schon viel eher einfallen müssen. Sie ist tätowiert und hat nen Knall, natürlich stehst du auf sie!“ „Das ist doch Blödsinn… ich hab nur gesagt dass sie gut aussieht, und das kannst du ja wohl nicht abstreiten! Und woher willst Du wissen, ob sie nen Knall hat, wir kennen sie erst ne halbe Stunde!“ „Ja eben, wir kennen sie erst ne halbe Stunde und wissen schon ihre halbe Lebensgeschichte inklusive der Info mit dem Delfin zwischen ihren Titten!“, lachte Joker. „ Ja, ok… vielleicht hast du recht. Aber ich mag Delfine!“ „Ich sagte doch du stehst auf sie!“, wiederholte sich Joker und Phönix verdrehte nur die Augen: „Halt jetzt die Klappe – vielleicht sollten wir ein wenig aufholen damit wir mit ihnen und nicht mehr über sie sprechen müssen!“

 
Als die vier einige Zeit später im Internat ankamen, war es ausnahmsweise sehr ruhig in dem großen Gebäude. „Also da wären wir… geht schonmal mit Phönix ins Wohnzimmer, ich hole währenddessen Bonny!“, sagte Joker und machte sich auf den Weg nach oben. „Was macht ihr denn schon hier? Ich dachte die Besprechung dauert zwei Tage?“, fragte Estelle überrascht – sie schien nicht gerade begeistert zu sein Joker zu sehen. „Sorry, wir waren eher fertig… sollen wir wieder verschwinden?“, fragte er lachend. „Ach Quatsch nein, ich hab nur soviel Spaß mit Sunny, die kleine ist so süß. Wir haben heute einen Wellness-Tag gemacht und dann hab ich sie geschminkt und sie mich und jetzt macht Jake gerade Fotos von ihr. Als Überraschung für Phönix und Mary, cool oder?“ „Oh ja super cool – ich schau dass Phönix die nächste Zeit noch unten bleibt. Hast Du Bonny irgendwo gesehen oder ist sie in ihrem Zimmer?“ „Keine Ahnung… probiers einfach mal in ihrem Zimmer. Ansonsten bei Leo oder bei den Zwillingen. Warum denn?“ „Wir haben ihren Bruder mitgebracht – er hat sich auf unsere Ausschreibung gemeldet!“, erklärte Joker kurz und nahm dann die Treppe in den zweiten Stock. Währenddessen hatten Hannah und Jamie bereits die ersten Bekanntschaften im Tribe gemacht – ausgerechnet Chris saß bereits im Wohnzimmer. Doch dieser schien sich noch ganz gut mit Jamie zu verstehen, allerdings wusste er auch noch nicht, dass er Bonnys Bruder war. „Wieso verschlägt es euch denn ausgerechnet zu uns Starlights? Also bei Hannah kann ich es ja noch verstehen, sie ist ne Frau und mein Ruf eilt mir wahrscheinlich weit voraus!“, scherzte Chris und Hannah begann zu kichern. „Oh ja natürlich, aber abgesehen davon, sind wir wegen unserer Schwestern hier!“, antwortete sie dann grinsend. „Welche Schwestern denn? Leylie und Saira?“, fragte Chris ahnungslos. „Nein, Hannah ist wegen Lily hier und ich wegen Bonny!“, klärte Jamie ihn auf und sofort gingen bei Chris die Alarmglocken, doch bevor er das Zimmer verlassen konnte, war Bonny bereits erschienen und sprang ihren Bruder jubelnd an. „Oh Gott Jamie, wie hast du mich denn gefunden? Ich bin ja so froh dich zu sehen!“, kreischte sie völlig aufgelöst und sah ihren Bruder freudestrahlend an. „Ich war lange nicht in der Stadt und vor einem halben Jahr bin ich hierhergekommen…. ich habe eine Zeitlang in unserem alten Haus gewohnt. Ich hatte eigentlich gehofft, dass du da bist und vor kurzem hab ich dann von den Mitgliederlisten aller Tribes erfahren. Ich war total aus dem Häuschen als ich deinen Namen gelesen habe, allerdings hat es noch drei Wochen gedauert bis die nächste Tribeversammlung war, ich dachte ich flippe aus!“, erklärte Jamie ihr und nahm seine Schwester noch einmal in den Arm. „Und hier lebst Du also? Es ist schön hier… zumindest das was ich bisher gesehen habe… wir müssen uns so viel erzählen!“ „Oh ja da hast Du allerdings Recht! Pass auf, wir suchen dir ein Zimmer und dann treffen wir uns bei mir, ok?“, schlug Bonny vor und seufzte – wie sollte sie ihrem Bruder schonend beibringen dass sie inzwischen zweifache Mama war?

 
Hier sind vor kurzem erst zwei Räume frei geworden - hier könnt ihr euch einquartieren. Wir hätten einmal ein grün und einmal ein gelb gestrichenes Zimmer!“, sagte Phönix und Hannah entschied sich sofort für die grasgrüne Wand. „Das passt so gut zu meinen roten Haaren!“, grinste sie. „Ach das passt ganz gut – dann hast Du dein Zimmer direkt neben meinem!“, sagte Bonny. „Komm ich helfe dir gleich ein wenig beim Auspacken dann können wir gleich ein wenig quatschen!“

 
Oh sogar mit eigenem Bad, ist ja süß!“, sagte Hannah während sie ihr Zimmer inspizierte. „Natürlich und mit Ausblick auf den See – einen Balkon hast Du leider nicht!“, erklärte Phönix und stellte Hannahs Koffer ab. Sunny, die inzwischen mitbekommen hatte dass ihr Papa wieder da war, nutzte natürlich sofort die Chance und Sprang auf seinen Rücken. „Hey da bist du ja – wo warst Du denn die ganze Zeit? ES war so ruhig, da hast Du bestimmt was ausgefressen oder?“, fragte Phönix und ließ seine Tochter auf Hannahs Bett purzeln. „Oh jetzt sehe ich was ihr gemacht habt… hat Estelle dich so gestylt?“, fragte er. „Ja das hab ich – und sie mich… wir hatten einen tollen Mädels-Nachmittag!“, kam Estelle Sunny zuvor. „Ja das sehe ich – aber tu mir einen Gefallen und schmink meine Tochter beim nächsten Mal nicht wie jemand der professionell näht, ok?“, sagte Phönix und Hannah sah die beiden verwirrt an: „Nähen steht für was? Oh… ach jetzt, ok ich verstehe!“ „Ja wir haben einen ganzen Übersetzungskatalog hier!“, klärte Estelle sie auf. „Das ist echt witzig, vor allem weil ich wirklich total gern nähe, also so richtig nähen… mit Nadel, Faden und Stoff eben!“, antwortete sie gackernd. „Ja wir haben schon verstanden!“, antwortete Phönix räuspernd. „Ich muss jetzt runter, ich hab heute Kochdienst. Eigentlich wäre ich zusammen mit Aereen dran gewesen. Hilfst Du mir? Wir können zusammen mit Sunny kochen!“, schlug Estelle vor und zog Sunny schon mit nach draußen. „Was war das denn jetzt?“, fragte Phönix verwundert, nachdem er sich anstandshalber noch von Hannah verabschiedet hat. „Sie ging mir auf den Keks – ich musste da jetzt raus, sonst wäre ich explodiert!“, antwortete Estelle genervt. „Wieso das denn? Sie scheint doch ganz witzig zu sein. Gut sie redet ein bisschen viel, aber um ehrlich zu sein ist sie dir ziemlich ähnlich!“ „Das ist ja wohl absolut an den Haaren herbeigezogen. Ok, ich bin vielleicht auch nicht so intelligent, aber sie hat so eine dumme Näh-Mich-Art…!“ „Egal, reden wir nicht mehr drüber. Erzählt mir lieber was ihr den ganzen Tag gemacht habt!“…

 
Na das war mir ja klar dass deine Gitarre den Ehrenplatz in deinem Zimmer bekommt!“, sagte Bonny nachdem sie ihrem Bruder beim Einzug geholfen hatte. „Ja daran hat sich nichts geändert – du hast dich allerdings schon geändert!“, sagte er dann und sah seine Schwester nachdenklich an. „Ach Quatsch, ich bin immer noch die alte – aber wenn du drauf anspielst das ich 10 Kiilo zugenommen habe, ja da hat sich wirklich was geändert!“ „Blödsinn, die sieht man dir fast nicht an, aber bauchfreie Tops solltest du vielleicht nicht mehr tragen!“, neckte Jamie seine Schwester. „Ja du hast dich kein bisschen verändert… also pass auf es wird dich schocken egal, ob ich es dir schonend beibringe oder nicht. Hier die wichtigsten Fakten über mich aufsteigend nach Schwere der Tag!“, sagte Bonny und atmete noch einmal tief durch: „Ich bin seit ca. 2 Jahren hier im Tribe, vorher war ich nur alleine unterwegs. Ich habe tatsächlich eine Freundin gefunden die mir nicht zu mädchenhaft ist. Ich mache Mädelsabende mit – ich hab mich sogar mal zu einem Kosmetiknachmittag überreden lassen. Ich singe in ner Band obwohl ich der Meinung bin dass ich das nicht tun sollte. Ich war in nem Typen verknallt, der sich nicht zwischen mir und ner anderen entscheiden konnte. Er hat sich letztendlich für die andere entschieden und ich war am Boden zerstört. Inzwischen ist er ein sehr guter Freund geworden. In meiner Trauerphase habe ich mich öfters mal betrunken und bin mehrfach mit dem größten Weiberheld aus dem Tribe abgestürzt. So und nun der Höhepunkt meines Schaffens - bei einem dieser Abstürze haben wir wohl nicht aufgepasst, deshalb bist du jetzt Onkel! Ich gratuliere dir! So das wars, jetzt kannst Du mich anschreien und mir eine Moralpredigt halten!“, sagte Bonny und sah Jamie erwartungsvoll an. Doch diesem hatte es wohl scheinbar kurzfristig die Sprache verschlagen. „Hab ich das richtig verstanden… ich bin Onkel?“ „Ja sogar zweifacher, es sind Zwillinge!“, sagte Bonny kleinlaut. „Ich glaubs ja nicht…!“, murmelte er und Bonny biss sich beschämt auf die Lippe. „Ich bin seit vier Stunden hier, warum hab ich die kleinen noch nicht gesehen?“, fragte er dann lächelnd und nun war es Bonny, die zu stottern begann: „Du .. .du bist nicht sauer auf mich?“ „Nein, bin ich nicht… Bonny war ich jemals wegen irgendetwas sauer auf dich? Los ich will die kleinen sehen!!!“
Natürlich hatte sich das mit den Neuen schnell herumgesprochen – Ved und Neomi, die sich auf den Weg zum Abendessen gemacht hatten, wollten die beiden natürlich auch kennenlernen. „Oh hi, du musst die neue sein!“, sagte Ved, doch als sich die vermeintlich neue lachend umdrehte, erkannte Ved erst dass es Leo war. „Ach du bist es Leo, seid wann bist Du blond?“, fragte Noemie verwundert. „Seit heute – neues Jahr, neues Glück, neue Haarfarbe!“, antwortete Leo lächelnd. „Also es steht dir auf jeden Fall gut. Ist da etwa ein neuer Mann im Spiel?, fragte Noemi neugierig. „Nein, quatsch, ich wollte einfach mal ne Veränderung!“ „Naja, der neue Mann wird nur eine Frage der Zeit sein… schau sie dir an – sie sieht aus wie ein Playboy-Bunny!“, rief Estelle aus der Küche, doch für Leo schien das nicht gerade ein Kompliment zu sein. „Also nicht wie die Schlampen, die die ganze Zeit nackt am Pool liegen, sondern die, die bei Hugh Hefner in der Mansion wohnen… oder gewohnt haben!“, fügte sie hinzu. „Ist schon gut Estelle, ich hab schon schlimmere Komplimente bekommen!“ Nach und nach versammelten sich immer mehr in der Küche und auch die beiden neuen wurden herzlich begrüßt. "Sagt mal habt ihr Chris irgendwo gesehen?", fragte Bonny, doch niemand hatte eine Ahnung. "Wahrscheinlich ist er tatsächlich abgehauen, weil er Schiss vor Jamie hat!", lachte sie dann und Joker zuckte nur mit den SChultern: "Ich glaube ich wäre auch getürmt...!" "Ach Quatsch, was sollte ich denn tun? Die beiden kleinen sind so niedlich und Bonny geht es gut. Er hat also gar nichts zu befürchten!", lachte Jamie. "Naja, er wird schon wieder aus seinem Loch herauskommen. Was gibt es denn heute zu essen?", fragte Bonny dann und linste in die Küche. "Keine Ahnung, Estelle kocht... wahrscheinlich irgendetwas mit einem Fettgehalt von unter 3%!", antwortete Saira, womit sie nicht ganz unrecht hatte. Doch die Möhrensuppe war nicht nur sehr kalorienarm, sondern auch sehr versalzen. "Mh, also Estelle schein ziemlich verliebt zu sein!", flüsterte Radan seiner Freundin zu, doch diese sah ihn nur fragend an. "Wie kommst Du denn darauf?" "Naja, weil das Essen so versalzen ist!", antwortete Radan. "Ach so schlimm finde ich das gar nicht!", sagte Rya und holte sich nocheinmal Nachschub. "Mh... vielleicht bin ich auch nur so empfindlich oder du bist so verliebt in mihc, dass dir das Salz nichts ausmacht!", grinste Radan und küsste sie auf die Stirn. "Naja, ich hab den ganzen Tag nichts gegessen... dann ist das hier besser als nichts!", antwortete sie, "aber verliebt bin ich natürlich auch!", grinste sie und Hannah die neben den beiden saß lächelte: "Wie lange seid ihr denn schon zusammen?", fragte sie. "Letztes Jahr im Sommer sind wir zusammen gekommen!", antowortete Rya glücklich. "Das ist ja schön - wer aus dem Tribe ist denn noch zusammen?", fragte sie dann weiter und Rya sah in die Runde. "ALso Alex und Justin sind ein paar - schon seit Ewigkeiten. Lisa und Sam sind verheiratet und haben ein Kind. Estelle und Jake sind auch erst seit kurzem verheiratet. Zoe und Joker sind sind auch zusammen und haben einen Sohn, wie du siehst. Ja das wars eigentlich - zumindest der aktuelle Stand. Du wirst bald feststellen dass sich die Liebeskonstallationen hier schnell mal ändern!", erzählte Rya und Hannah kicherte. "Das ist doch überall so, das ist wie früher auf dem Schulhof! Naja... ich bin ja gespannt was mir Lily so erzählt. Ich kann es kaum erwarten, bis ich sie morgen wieder sehe!"

 
Und wie es so ist, wenn man sich auf etwas freute, zogen sich die Stunden bis zu Lilys Ankunft natürlich wie Kaugummi. "Sag mal weißt Du wann Lily und Mary wiederkommen? Sie ist ja schließlich deine Freundin, hat sie irgendwas gesagt?" fragte Lily Phönix am späten Nachmittag. "Sie sollten so um sechs wieder hier sein. Aber Mary ist nicht meine Freundin... wir waren mal zusammen. Wir ziehen Sunny nur zusammen groß!", erklärte er und Hannah nickte: "Achso, das hab ich nicht gewusst. Ich muss erstmal durchblicken, wer hier mit wem und warum... Ich bin schonmal froh wenn ich mir die ganzen Namen merken kann!", sagte sie und lächelte unsicher. "Du kannst es kaum erwarten, deine SChwester wiederzusehen, oder?" ,fragte Phönix und überlegte kurz. "Wenn du willst kann ich dir das Tierhiem und das Schulgebäude zeigen, dann vergeht die Zeit vielleicht ein wenig schneller?", schlug er vor und Hannah war natürlich sofort dabei. Und tatsächlich, nachdem die beiden den Rundgang beendet hatten, war es bereits kurz nach sechs und Hannah wartete im Wohnzimmer vor dem großen Kamin auf die Ankunft ihrer Schwester. "Oh Gott... jetzt wo es bald soweit ist, hab ich richtig Schiss. Ich glaub Lily reisst mir den Kopf ab!", sagte sie jammernd. "Ach Quatsch, sie wird überglücklich sein dich zu sehen... und dann reisst sie dir wahrscheinlich den Kopf ab!", grinste Phönix. Im nächsten Moment klingelte es auch schon an der Haustür und Hannah stürmte auf um zu öffnen - das nächste was man dann nur noch hören konnte war lautes Gekreische und kurz danach das Schluchzen der Freudentränen. Mary die keine Ahnung hatte wer Hannah war, beobachtete das ganze ziemlich skeptisch. "Da ist Hannah!", erklärte Phönix ihr und Mary sah erleichtert aus. "Und ich dachte schon das wäre irgendeine Ex-Freundin von ihr - das hätte mir gerade noch gefehlt!" "Oh, ist es etwa nicht so gut gelaufen?" "Naja... ich hab Lily gesagt, dass ich noch nicht so richtig weiß mit der Situation umzugehen und dass ich Angst vor unserem ersten Mal habe... naja und sie hat gesagt, dass sie damit überhaupt kein PRoblem hat!", erzählte Mary und Phönix sah sie fragend an. "Ähm.. und was genau ist dann jetzt dein Problem? Das hört sich doch gut an!" "Phönix... du hattest doch schon genug Freundinnen, so langsam müsstest du doch wissen, dass wir Frauen es nie so meinen wie wir es sagen!", erklärte Mary genervt. "Ach komm, so ein Blödsinn...vertrau Lily einfach und jetzt freu dich mit ihr dass ihre Schwester wieder hier ist. Sie weiß nämlich noch nichts davon dass Lily eine Freundin hat, wir haben ihr noch nichts davon erzählt!" "Oh... ok, naja dann werde ich mal Lilys Familie begrüßen!", antwortete sie und ging zu den beiden. "Oh Mary, darf ich vorstellen meine kleine Schwester Hannah!", sagteLily überglücklich und Mary begrüßte Hannah mit einer Umarmung. "Du durftest also mit meiner Sister ein Wellness-Wochenende genießen - hast Dus gut - das nächste Mal darf ich aber auch mit wenn ihr ein Mädelswochenende veranstaltet!", grinste Hannah und erst jetzt kapierte LIly, dass ihre Schwester wohl noch nicht verstanden hatte, dass Mary nicht nur eine sondern ihre Freundin war. "Mh... naja ich weiß nicht ob beim dem romantischne Bad für zwei eine dritte Person erlaubt ist!", lachte Lily übertrieben und erntete von Mary und Hannah fragende Blicke. "Ok... dann wohl im Klartext. Hannah, Mary ist nicht nur eine Freundin... sie ist meine Freundin, verstehst Du? Wir sind ein Liebespaar!", erlärte sie vorsichtig und Hannah, die sonst ein Sonnenschein war, verging kurzfristig ihr lächeln. "Oh... achso, so ist das. Sorry, ich stand wohl auf dem Schlauch... das ist ja toll!", sagte sie dann und Lily sah sie unsicher an: "Ich hätte dir das wohl nicht zwischen Tür und Angel erzählen sollen. Das tut mir Leid. Komm doch mit nach oben in mein Zimmer, dann können wir miteinander reden!", schlug Lily vor und umarmte ihre Schwester nocheinmal. "Ich kann noch gar nicht glauben, dass Du hier vor mir stehst!" "Doch ich bin hier, live und in Farbe!", antwortete Hannah und gab ihrer Schwester einen Kuss auf die Wange. "Ich bin so gespannt, was du mir zu erzählen hast. Lass uns doch ein bisschen Schokolade mit hochnehmen!" "Oh das Schokoladen-Geheim-Versteck hat man dir also schon gezeigt?!", grinste Lily und ging mit ihrer Schwester nach oben. "Hupsi, wast ist denn hier passiert!", sagte Estelle die gerade aus der Küche kam und über die Reisetaschen von Mary und Lily stolperte. "Ja das frage ich mich auch gerade!", sagte Mary, die Lily und ihrer Schwester hinterhersah. "Soll ich dir beim Tragen helfen? Ich muss eh nach oben?", bot Estelle an und Mary nickte nur. "Sag mal, hast du übers Wochenenede das sprechen verlernt?", fragt Estelle als sie vor Marys Zimmertür angekommen waren. "Nein, Quatsch.... ich bin nur erledigt!", antwortete Mary. "Jaja, versteh schon - ich kann Hannah auch nicht ausstehen!", sagte Estelle nur. "Nein... ich kenne sie doch noch gar nicht... ich war nur etwas enttäuscht dass Lily mich plötzlich wie Luft behandelt hat. Aber naja, sie hat Hannah jahrelang nicht gesehen. Ist vielleicht ein wenig egoistisch von mir mich darüber aufzuregen. Aber danke fürs tragen!", sagte Mary und Estelle zuckte nur mit den Schultern. "Wenn du jemanden suchst um über Hannah zu lästern, klopf einfach an meiner Tür!"

 
Einige Tage nach Jamies und Hannahs Ankunft hatten sich die beiden schon gut eingelebt. "Was ist denn heute bei unserem Tribe-Abend?", fragte Lily beim ABendessen in die Runde. "Welcher Tribe-Abend?", fragte Hannah. "Oh, das haben wir euch noch gar nicht erzählt. Wir machen jeden Mittwoch einen Tribe-Abend. Wir machen immer irgendwas zusammen. Letzte Woche haben wir Singstar gespielt! Heute spielen wir Sharade!", erkärte Bonny Hannah und ihrem Bruder. "Naja, also eigentlich werden wir ne Stunde Sharade spielen und dann wird ne kleine Party daraus!", fügte Leo hinzu. "Ja das stimmt allerdings.... aber vielleicht ist so eine Party ganz gut, dann lernt ihr alle ein bisschen besser kennen - also reiß dich heute zusammen Leo!", sagte Bonny grinsend zu ihrer Freundin. Als einige Stunden später der offizielle Teil des Gruppenabends vorbei war, gesellte sie Jamie zu den Jung - selbst Chris hatte inzwischen erkannt, dass von Bonny Bruder keinerlei Gefahr ausging und verstand sich im Gegenteil sogar sehr gut mit ihm. "Also Jamie pass auf - mit den Mädels hier im Tribe ist ein bisschen schwer...soviel Auswahl haben wir leider nicht. Die meisten sind vergeben, oder lesbisch!", erklärte Chris ihm und Jamie lachte. "Jetzt weiß ich was Bonny meinte als sie von dir als Macho gesprochen hat!" "Ich bin kein Macho - ich mag einfach nur Frauen... also pass auf!", antwortete Chris und ließ seinen Blick durch die Aula schweifzn. "Also Mary, Lily und Jessi sind vom anderen Ufer, die fallen schonmal weg. Zoe, Estelle, Lisa und Rya sind vergeben. Bleiben also noch Stella, Leo, Hannah und Noemi. Die Zwillinge Saira und Leylie sind zu jung, wenn du es dir nicht mit allen verscheissen willst, lass die Finger von ihnen!" "Ahja, na dann bin ich ja jetzt aufgeklärt!" "Oh nein, sag blos Chris hat dir gleich wieder sämtliche Infos über die Frauen hier zukommen lassen?", fragte Joker, der gerade GEtränke besorgt hatte. "Ja hat er, ich hab jetzt den total Durchblick!" "Na dann ist ja gut - ich bin mir sicher die Mädels machen das gleiche gerade mit Hannah!", grinste Joker dann, während er Hannah beobachtete, die gerade mit Noemi zusammensaß, als Lily und Mary dazukamen. "Na ihr beiden, was gibts denn zu lästern?", fragte Lily. "Ach Noemi klärt mich gerade über die männlichen Geschöpfe im Tribe auf!", antwortete Hannah grinsend. "Ohje...brauchst Du nach deiner letzten Beziehung nicht erstmal Pause?", fragte Lily und Hannah verdrehte die Augen. "Du musst nicht ständig darauf herumreiten - ich weiß ja inwischen dass du bei Keith Recht hattest. Sofern ich jemals wieder einen Freund haben sollte, werde ich ihn dir natürlich zur Beurteilung vorführen!", antwortete Hannah genervt und Lily erkannte, dass sie übertrieben hatte. "Tut mir Leid Süße - ich will dich nur beschützen... außerdem bist du erst 15 - in diesem Alter hatte ich noch keinen Freund!" "Na und? Ich hatte meinen ersten Freund eben schon mit 13. Was kann ich denn dafür, dass du so ne Spätzünderin bist. Außerdem schein ich da ja nicht die einzige zu sein - Leylie und Saira sind auch erst 14 und sin nicht gerade die Unschuld in Person!", wehrte sich Hannah. Lily hatte schon immer einen ausgeprägten Beschützerinsinkt was sie anging, doch scheinbar hatte sich das durch ihre Rückkehr noch verstärkt. "Außerdem bin ich eh schon viel reifer für mein Alter!", fügte Hannah noch hinzu. "Hey Mädels, beruhigt euch mal wieder - man kann doch zumindest über die Jungs reden - also Noemi was hast Du Hannah bereits erzählt?", fragte Mary um sich auf Hannahs Seite zu schlagen. Sie hatte bereits in den letzten Tagen beobachtet, dass Lily ständig versuchte ihre Schwester zu korrigieren. "Also... wir waren gerade bei Chris!", grinste Noemi....

 
Auch Leo und Bonny unterhielten sich gerade über Jungs - oder besser gesagt über einen Jungen - nämlich über Bonnys Bruder Jamie. "Wieso hast Du mir eigentlich nie erzählt dass du einen Bruder hast?", fragte Leo und Bonny zuckte nur mit den SChultern. "Naja, du hast mich ja nie gefragt. Außerdem hast du mir auch nichts über deine Vergangenheit erzählt...aber eigentlich schon komisch. Wir sind so gut befreundet uns wissen gar nichts übereinander!", antwortete sie und Leo stimmte ihr zu: "Da hast Du Recht. Aber ob ich dir verzeihen kann, dass du mir nicht verraten hast, dass du so einen heißen Bruder hast muss ich mir erst überlegen!", sagte sie dann lachend und Bonny sah sie eindringlich an: "Ich glaube ich weiß schon warum ich das nicht gemacht habe - er ist mein Bruder Leo - also FInger weg!" "Hey du hast doch gesagt ich muss nach vorne Blicken - jetzt hab ich ne neue Haarfarbe, da kann ich mir auch nen neuen Mann suchen!", antwortete sie grinsend. "Ja das kannst Du ja auch tun, aber nicht meinen Bruder. Stell dir mal vor ihr beide streitet euch. Dann stehe ich total zwischen den Stühlen... das würde nicht klappen Leo. Außerdem gibt es genug andere Jungs...!" "Ja ist ja schon ok - ich hab verstanden. Ich hab ja auch nur gesagt dass er gut aussieht.Demnächst gehen wir einfach mal in die Stadt in irgendeinen Club und wer weiß, vielleicht läut mir dort Mr. Right über den weg!" "Ja das können wir machen, aber erst wenn ich wieder ein wenig abgenommen habe, damit ich auch wieder in meine Klamotten passe!", antwortete Bonny deprimiert und sah Leo empört an, als sie ihr die Chips aus der Hand riss. "Also von ner Chips-Diät habe ich noch nichts gehört -also hör auf damit und nimm schnell ab, bevor ich mich doch noch an deinem super-sexy Bruder vergreife!"

 
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